Auf zum Caprivi Zipfel. Sorry, „zur Region Sambesi“.

Auf zum Caprivi Zipfel

Von Rundu kommend sind das erste Ziel im Caprivi Zipfel die Popa Fälle. Eigentlich ist der Name Popa Fälle irreführend, handelt es sich doch um Stromschnellen, die aber nicht weniger interessant sind.

An den neuen, seit 2013 geänderten Namen, „Sambesi Region“ kann ich mich nur schwer gewöhnen. An sich ist es die bessere Bezeichnung. Die koloniale Vorgeschichte, die mit der Namensgebung auf den Reichskanzler von Caprivi verweisen, ist heute nicht mehr zeitgemäß. Trotzdem fällt es mir schwer, mich an den neuen Namen zu gewöhnen.

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Die Popa Fälle liegen im westlichen Teil des Caprivi Zipfel. Genau genommen handelt es sich nicht um Wasserfälle im eigentlichen Sinne, sondern um Stromschnellen, die einen mehrere Meter hohen Felsriegel aus Quarzit, der die gesamte Breite des Okawango sperrt, durchbrechen. Hier ist der Fluss immerhin einen Kilometer breit.

Die ganze Gegend um die Popa Fälle ist geprägt von einer wunderschönen, geradezu paradiesischen Natur.

Perfekt in die Landschaft eingegliederte Camps bieten die Möglichkeit dort zu übernachten. Auch einen Campingplatz hat man vor einiger Zeit angelegt, der gut frequentiert wird.

Scheunentor mit Bart

Beide Camps werden abends gerne von Flusspferden besucht. Man sollte allerdings nicht zu vertraut mit Ihnen umgehen. Die „Region Sambesi“ ist der einzige Ort in Namibia, an dem man Flusspferde und Krokodile sehen kann. Zeltplätze, die direkt am Flussufer liegen, werden ab und zu nachts von den Flusspferden besucht. Ruhe zu bewahren ist hier ein guter Rat. „In der Regel“ sind Hippos friedlich, wenn sie in

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Ruhe gelassen werden. Es sind Wildtiere und es ist hier kein Streichelzoo, wenn das auch immer wieder ein paar Camper vergessen.

„Caprivi Zipfel“ (vorerst bleibe ich einfach bei dem Namen) ist die einzige Region Namibias, die fast vollständig in den Tropen liegt und aus feuchtem Sumpfland besteht. Mehrere Flüsse, die das ganze Jahr Wasser führen, wie der Okawango und der Kwando und Nebenarme des Sambesi, sorgen dafür, dass vor allem in der Regenzeit während der Monaten Dezember bis März der Caprivi Zipfel zu einer ausgesprochen feuchten und daher auch sehr wildreichen Region wird.

Besonders zahlreich sind hier Elefanten zu sehen. Genau genommen sind sie immer zu „hören“. Der dichte Busch verhindert ab und zu den freien Blick auf die grauen Riesen. Das „grummeln“ der Mägen und das abbrechen der Zweige ist weithin zu hören.

Ein besonderer Augenblick ist, wenn man plötzlich nur wenige Meter vor solch einem Elefanten steht. Es kann sein, man sieht absolut nichts und plötzlich steht so ein Riese direkt vor einem. In der Regel hat das Tier uns schon lange vorher wahrgenommen und reagiert gelassen.

Elefant am Caprivi 870x450

Der hier scheint ein wenig genervt zu sein! Man ist ihm doch etwas zu nahe gekommen! Jetzt ganz langsam zurück. Nur keine hektischen Bewegungen. Er will nichts von Ihnen, möchte lediglich, dass man seinen „Dunstkreis“ achtet.

Immerhin sind das Momente, die man nie vergisst und weswegen wir in Afrika sind und nicht im Zoo.

Im Caprivi Zipfel gibt es eine Menge sehr guter Lodges, in denen Sie bestens untergebracht und verwöhnt werden. Hier sind auch mehrere Varianten möglich. Einige Lodges liegen so günstig, dass man von dort aus Bootsfahrten machen kann. In manchen Lodges können Sie vom Zimmer aus die Wildtiere beobachten oder sich im eigenen Pool abkühlen. Alternativ können Sie geführte Buschfahrten machen. Wenn Sie auf der Weiterfahrt zu den Victoria Fällen sind, ist hier der ideale Ausgangspunkt, um auch noch einige der Naturschutzgebiete zu erkunden.

Nirgends in Namibia ist Afrika so präsent, wie hier.

Hans-Jürgen Röttger

Mein Name ist Hans-Jürgen Röttger und meine Reisen führten mich schon seit frühester Jugend in alle Welt. Schon als Schüler habe ich Europa erkundet, mit Freunden auf dem Fahrrad, dem Motorrad und kostengünstig mit dem Zelt. In den späteren Jahren war ich beruflich als Geschäftsführer in einem Bereich tätig, der mich sehr viel reisen ließ, vorwiegend innerhalb Europas und dem fernen Osten. 1963 wanderte mein Bruder nach Namibia aus und bewirtschaftet seit nunmehr fünfzig Jahren dort die Gästefarm "Erindi Onganga". Seit Mitte der 70er Jahre reise ich regelmäßig nach Namibia und mache fast immer Abstecher nach Kapstadt, was bei den günstigen Wechselkursen sehr preiswert möglich ist. Aber nicht Pauschalreisen sind es die mich reizen, (habe ich auch schon gemacht) sondern alleine oder mit meinem Bruder im 4x4 das Land zu erkunden. Jede Reise ist anders, und man muss sich immer neuen Herausforderungen stellen. Aber Vorsicht! Das faszinierende Land lässt einen nicht mehr los und man will immer wieder hin.

2 Kommentare

  1. Susanne   •  

    Wow!!! Ich bin schwer beindruckt! Das sind für mich, die ja schon seit Jahren nach Afirka möchte, absolut fantastische Insider Tipps und macht den Wunsch dorthin zu reisen um so größer…..Danke dafür! Tolle Beiträge!

    • Hans-Jürgen Röttger   •     Author

      Die Wirklichkeit ist einiges schöner, als Berichte oder Bilder zeigen können. Fahr einfach hin, Du weißt, ich helfe Dir gerne
      Hans-Jürgen

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