Auswandern nach Namibia? Warum nicht?

Jährlich kehren mehr als 100.000 Menschen Deutschland den Rücken.

Jährlich wollen mehr als 100.000 Menschen auswandern. Das sind mehr, als in den letzten Jahren eingewandert sind. Vor allem gut qualifizierte und junge Menschen zieht es ins Ausland. In den letzten 10 Jahren wollten mehr als 1,5 Millionen Menschen auswandern. Die Hauptziele sind die Schweiz, USA, Österreich, Spanien, Frankreich und andere.

Namibia taucht in der Statistik nicht auf. Das Auswärtige Amt bestätigt allerdings, das sich zurzeit mehrere Hundert Deutsche dauerhaft in Namibia aufhalten.

In den meisten der oben genannten Ländern bekommt man recht schnell eine Aufenthaltsgenehmigung, vor allem, wenn man eine Tätigkeit ausübt, die für das Gastland von Interesse ist.

Wer hat nicht schon einmal darüber nachgedacht, ob er auswandern will? Immer wenn der Stress groß wird und die politischen Querelen in Deutschland einem zum Hals heraushängen

Matschwetter 870x450

bezüglich der vielen Einschränkungen, die auf fast alle Arbeitnehmer zukommen. Die leidigen Reformen des Gesundheitswesens, und nass kaltes Wetter einen zur Verzweiflung bringen, dann spätestens denkt man: Wäre ich doch bloß irgendwo, in der Sonne!

Namibia ist nicht geeignet, wenn man einen neuen Job sucht.

Die Sonne scheint über 300 Tage im Jahr und Namibia hat eine einzigartige Tier-und Pflanzenwelt. Zudem ist die Kriminalität im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern sehr gering. Namibia ist seit eh und je her ein klassisches Land zum auswandern. Das haben auch staatliche Stellen in Namibia erkannt und haben die Einwanderungsregeln drastisch geändert

Auszuwandern nach Namibia ist nicht mehr ganz so einfach, besonders dann, wenn man sich dort seinen Lebensunterhalt verdienen möchte.
Im Moment gibt es keine langfristigen Aufenthaltsgenehmigungen für Ausländer. Nur wer eine Ausbildung zum Ingenieur oder ähnlich gesuchten Berufen vorweisen kann, hat eventuell in Namibia eine Chance. Eine Möglichkeit gäbe es, wenn Sie in Namibia eine Firma gründen und sich selber einstellen. Trotzdem ist ein Arbeitsvisum unumgänglich. Weiter muss gewährleistet sein, dass kein Namibier die Arbeit ausführen könnte. In der letzten Zeit häufen sich die Beschwerden von Arbeitgebern in Namibia, die dringend qualifiziertes Personal suchen. Nach Behördenangaben gibt es immer im eigenen Land geeignete Leute, die den Job ausführen könnten, wenn es auch absolut niemanden gibt.

Alle Vorschriften zusammen genommen laufen darauf hinaus, dass man normalerweise keine Möglichkeit hat, in Namibia eine Daueraufenthaltsgenehmigung zu bekommen.

Hohe Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote liegt bei fast 40 Prozent und das monatliche Pro-Kopf-Einkommen lediglich bei 120 Euro.
Ein wichtiger Wirtschaftssektor ist die Landwirtschaft, in der etwa die Hälfte aller Erwerbstätigen beschäftigt sind – meist in der Viehzucht. Daneben spielen Fischerei und Tourismus eine immer größere Rolle.

Uranbergbau Namibia 870x450

Die größten Einnahmen erzielt Namibia durch den Bergbau. Vor allem Uran und Diamanten werden hier gewonnen, daneben Kupfer, Gold, Blei, Zinn und Erdgas. Die Rössing-Mine nordöstlich von Swakopmund ist die größte Uranmine der Welt. Ein bedeutendes Kupfervorkommen befindet sich bei Tsumeb. Wenn Sie Spezialkenntnisse haben, die in diesen Bereich passen, dann haben Sie etwas bessere Aussichten, besonders wenn sich der potentielle Arbeitgeber für jemanden einsetzt.

Ganz anders sieht es mit der Aufenthaltsgenehmigung aus, wenn Sie als Rentner nach Namibia auswandern. Deutsche Rente lässt einen in Namibia ganz gut leben. Deutschen Senioren, die ihre Rente nicht nur wenige Wochen, sondern dauerhaft in der idealen Umgebung Namibias verleben möchten, haben beste Aussichten.

Wie machen es denn die meisten Rentner, die Sehnsucht nach Sonne haben? Sie fliehen nach Mallorca, Florida, zu den Bermudas oder zu sonstigen sonnigen Orten. Richtige Senioren-Ghettos, teuer und bei steigenden Preisen irgendwann nicht mehr bezahlbar.

Und damit ergibt sich gleich die Frage: Was kann Namibia den Menschen, die im Rentenalter sind, bieten?

Rheuma in Namibia? Kaum vorstellbar

Namibia lockt nicht nur mit trockenem Klima, schönen Landschaften und Safari-Parks, sondern auch weil es ein friedliches Land ist, in dem die meisten Dinge nicht nur für afrikanische Verhältnisse sehr gut funktionieren.
Ein weiterer Vorteil ist, dass im Land nach wie vor sehr viel Deutsch gesprochen wird. In nahezu allen Geschäften gibt es mindestens einen, der gut Deutsch spricht. Und, was auch nicht zu verachten ist, wenn man älter wird, es gibt gute deutschsprachige Ärzte. Vor allem, wenn Not am Mann sein sollte, ist eine Kommunikation bezüglich der Beschreibung diverser Symptome auf Deutsch leichter, als auf Englisch.

Die Allgemeine Zeitung gehört zum Frühstück, wie die Tasse Kaffee oder das Brötchen. Hier wird man über alle Aktualitäten im Land auf Deutsch unterrichtet. Alle bekannten Fernsehsender sind über Satellit erreichbar. Wenn man dann die Nachrichten aus Deutschland gehört hat, ist man froh, in Namibia zu sein.

Seniorenresidenzen erleichtern das Einleben

Etwa 40 Km außerhalb von Windhoek gibt es eine „Seniorenresidenz“ wie es sie bisher nicht in Namibia gab. Auf dem Gelände einer größeren Farm gibt es Häuser und Wohnungen, die man mieten oder sogar kaufen kann. Das Wohnrecht wird im Grundbuch eingetragen. Eine an sich tolle Sache, wenn man sich nicht irgendwann, trotz riesiger Grundflächen, auf die Nerven geht.

Einige wenige, die sich als erste um die Versorgung und Unterbringung von Senioren in Namibia gekümmert haben, ist die ehemalige Rinderfarm Sonnleiten. Sonnleiten ist in Namibia eine kleine deutsche Oase. Hier gibt es reichlich Sonne und Safari-Gefühl.

Die aus Europa eingewanderten Bewohner sind vorher schon mal im Urlaub in Namibia gewesen und wissen, worauf sie sich einlassen. Der Vorteil einer Gruppe ist, dass es für Notfälle eine Krankenschwester, selbst Pflegedienste gibt. Die meisten Rentner sind allerdings recht rüstig und nicht auf Hilfe angewiesen. Im Gegenteil, die trockene warme Luft sorgt dafür, dass ein Großteil der Gelenkbeschwerden zurückgeht oder sogar ganz verschwindet.

Seniorenresidence 870x450

Dienstleistungen sind in Namibia äußerst preiswert. Haushaltshilfen kosten etwa zwei Euro die Stunde, Gartenarbeiten deutlich weniger. Von Vorteil ist auch, dass man sich mittels Kreditkarte sein Geld jederzeit vom heimischen Konto abheben kann, ohne den Betrag auf ein Namibisches Konto überweisen zu müssen. Die Inflation ist in Namibia hoch. Im Jahr 2010 habe ich etwa 8 Rand für einen Euro bekommen. Heute bekomme ich mehr als 16 Rand pro Euro.

Krankenvorsorge ist wichtig

Auch in Namibia ist nicht alles Gold, was glänzt. Es existiert keine staatliche Krankenversicherung. Man sollte also eine private Krankenversicherung haben.
Die Gesundheitsversorgung innerhalb der größeren Städte liegt allerdings fast auf europäischen Niveau. Es gibt sehr gute Krankenhäuser und in einigen Städten auch deutschsprachige Ärzte. In den ländlichen Gebieten gibt es jedoch keine flächendeckende Versorgung, Voraussetzung ist allerdings, wie schon gesagt, dass man gut versichert, oder in der Lage ist, alles privat zu zahlen.

Pharmacy in Namibia 870x450

Es gibt auch einige Rentner, die sich auf eigene Faust in Namibia eingemietet oder ein Haus gekauft haben. Die Immobilienpreise sind allerdings recht hoch, auch für Deutsche Verhältnisse.

Selbst Maultaschen gibt es

Namibia ist bestens für Deutsche ausgerüstet. In Namibia kann man in den Supermarkt gehen und deutsche Lebensmittel kaufen, auf die man gerade Appetit hat. Landjäger kann man sogar auf Deutsch bestellen. Auch an der Brottheke wissen die Verkäuferinnen was „Laugenbrötchen“ sind. In Windhuk gibt es auch sehr gute Curry-Wurst. Selbst Pumpernickel gibt es, zumindest in den etwas größeren Städten.

Supermarket 870x450

Ob das nun so erstrebenswert ist, weiß ich nicht. Ich, der ich seit vielen Jahren sehr oft nach Namibia geflogen bin, freue mich immer auf Spezialitäten des Landes. Besonders Wildgerichte und das traumhaft zarte Rindfleisch haben es mir angetan. Aber das ist zum Glück Geschmackssache. Wenn ich allerdings nach Namibia auswandern würde, wäre ich vielleicht dankbar dafür, ab und zu heimische Besonderheiten zu bekommen.

Wenn es je Differenzen gibt zwischen Deutschstämmigen Namibiern und eingewanderten Deutschen, dann sind es die Diskussionen über Steigerungen der Nebenkosten, die zu akzeptieren den Einwanderern anscheinend leichter fallen. „Südwester“, im Land geborene Deutsche, müssen da schon anders rechnen, wenn sie zurechtkommen wollen.

Vorbereitung ist alles

Wenn man sich dann entschieden hat, nach Namibia auszuwandern, bedarf es doch einiger Vorbereitungen.
Zu allererst bedarf es natürlich einer Daueraufenthaltsgenehmigung für Namibia, die man vorher beantragt und hoffentlich erhalten hat. Formulare und Auskünfte gibt es über das namibische Tourismus-Büro in Frankfurt? Für Rentner gibt es da keine großen Probleme, sie müssen lediglich nachweisen (ärztliches Attest), dass sie gesund sind, dass sie dauerhaft über genügend finanzielle Mittel verfügen, um den namibischen Staat nicht zur Last zu fallen, (Kopie des Rentennachweises genügt) dass sie keinem Arbeitsplätze wegnehmen. In Windhoek gibt es mit der Angelegenheit vertraute und versierte Anwälte, die für geringes Geld alle Formalitäten regeln.

Selbst wenn es in Namibia, speziell in Windhoek, nahezu alles zu erschwinglichen Preisen zu kaufen gibt, möchte man ja auf einige persönliche Sachen nicht verzichten.

Man sollte nicht meinen, was in einen Standard Übersee Container alles reingeht. Wenn man sich rechtzeitig um den Transport gekümmert hat, kann man sogar einen halben Container bekommen, der für ein paar persönliche Gegenstände und einige Erinnerungsstücke ausreichen sollte. Transport und Zollkontrolle werden quasi vor der Haustür erledigt. Besser geht es nicht.

Jetzt bleibt nur noch, sich von Verwandten und Freunden zu verabschieden, und das fällt schwer genug. Ein Trost für die zurück gebliebenen ist, dass es gute und je nach Jahreszeit auch preiswerte Flugverbindungen gibt. Ein Umzug von Hamburg an den Bodensee kann da trennender sein, als nach Namibia.

Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute für das Jahr 2016. Vor allem neben dem Erfolg, Gesundheit. Vielleicht begegnen wir uns irgendwo in Namibia, was mich freuen würde.

Hans-Jürgen Röttger

Mein Name ist Hans-Jürgen Röttger und meine Reisen führten mich schon seit frühester Jugend in alle Welt. Schon als Schüler habe ich Europa erkundet, mit Freunden auf dem Fahrrad, dem Motorrad und kostengünstig mit dem Zelt. In den späteren Jahren war ich beruflich als Geschäftsführer in einem Bereich tätig, der mich sehr viel reisen ließ, vorwiegend innerhalb Europas und dem fernen Osten. 1963 wanderte mein Bruder nach Namibia aus und bewirtschaftet seit nunmehr fünfzig Jahren dort die Gästefarm "Erindi Onganga". Seit Mitte der 70er Jahre reise ich regelmäßig nach Namibia und mache fast immer Abstecher nach Kapstadt, was bei den günstigen Wechselkursen sehr preiswert möglich ist. Aber nicht Pauschalreisen sind es die mich reizen, (habe ich auch schon gemacht) sondern alleine oder mit meinem Bruder im 4x4 das Land zu erkunden. Jede Reise ist anders, und man muss sich immer neuen Herausforderungen stellen. Aber Vorsicht! Das faszinierende Land lässt einen nicht mehr los und man will immer wieder hin.

19 Kommentare

  1. Hallo Herr Röttger,im Moment überlegen mein Mann und ich uns mal Namibia ( für den Rest unseres Lebens,letztes Drittel/Viertel) anzuschauen,um event. dort zu bleiben.Ich lebte 1980-83 in Sambia und machte einige Reisen,auch wie Sie beschrieben haben nach Namibia,Etosha,Caprivi etc.auch Südafrika.Nun bekam ich über die Sonnleitnerfarm Infos.Jedoch so in einem ‚Rentnerclub‘ weiß ich nicht,ob wir Individualisten dort leben könnten?Wie sieht es aus,sich dort Eigentum zu erwerben,bzw.sich erst mal 1-3 Monate einzumieten,(auch auf einer Farm?)um den Standort klarer zu fokussieren?Kennen Sie airbnb.com?Wenn Sie uns einige Tipps vor Ort geben könnten, würde ich mich sehr freuen.Wie sieht es mittlerweile mit der Sicherheit aus?Liebe Grüße Ursula Scheerle-Himmel

  2. Irene franke   •  

    Bin vor 10 Jahren in Namibia gewesen, das Land hat mich begeistert.
    Ganz auswandern möchte ich nicht. 6 Monate Deutschland, 6 Monate Namibia, das wäre ideal. Gibt es denn auch Wohnungen für 6 Monate zu mieten?
    Freundliche Grüße aus dem Schwarzwald
    Irene Franke

      • Hans-Jürgen Röttger   •     Author

        Hallo Irene, was kann ich für Sie tun?

        Bitte senden Sie mir eine persönliche Mail, dann können wir intern kommunizieren.
        Ich bin von Anfang Januar 2017 bis Mitte Februar 17 in Namibia und hier nicht zu
        erreichen.

        Viele Grüße
        Hans-Jürgen Röttger

        • Marita Groß   •  

          Hallo Hans-Jürgen Röttger,

          duch persönliche Umstände sollte es bei mir schnell gehen.
          Bin seit 2011 Frührentner.
          Meine beliegten Rentner-Ziele waren immer Namibia oder Irland. Jetzt denke ich, Namibia, denn da spricht man deutsch ….
          War im Urlaub vor einigen Jahren. War fasziniert von dem Land, den Menschen. etc.
          Schaute auch schon vor Jahren nach Vermittlungen für Wohnung.
          Wie sehen Sie das, wäre es noch eine sofortige opition, schnell hier den Rücken zu kehren. …
          Haus bauen no, denn ich bin allein.

          • Hans-Jürgen Röttger   •     Author

            Hallo Marita,
            Eine längere Reise nach Namibia ist immer eine Option. Auf die Schnelle die Koffer packen und Deutschland verlassen, wäre mir ein wenig zu schnell.
            Nach Namibia auszuwandern, ist heute nahezu unmöglich. Wenn überhaupt, bekommt man nur als Rentner, und auch dann nur eine Möglichkeit, wenn man ein Einkommen nachweisen kann, das so hoch ist, dass nicht zu erwarten ist, dem Staat „zur Last“ zu fallen.
            Ich würde einen anderen Weg vorschlagen.
            Erst einmal für drei Monate, so lange gilt ein Tourist Visum, durchs Land touren und Kontakte knüpfen und nach einem schönen Plätzchen suchen, wo es mir gefallen würde.
            Manche Farmer geben die Möglichkeit, sich „auf Zeit“ auf der Farm nieder zu lassen. Die Mieten sind im Gegensatz zu den offiziellen Mieten, recht moderat.
            Um die Zeit bis zu einer eventuellen Genehmigung zu überbrücken, würde ich nach drei Monaten für kurze Zeit Namibia verlassen, z.B. nach Südafrika, hier wäre Kapstadt ein Super Ziel, um dann wiederum für drei Monate ein Besuchervisum in Namibia zu beantragen.
            Bitte nicht vergessen, die Gesetzgebung bezüglich der Einreise, ändert sich dauernd.
            Die Annahme, man spricht Deutsch, stimmt auch nur zum Teil. Grundkenntnisse in Englisch sind schon vorteilhaft.
            Egal wie Sie sich entscheiden, ich wünsche Ihnen viel Glück und hoffe, dass Sie einen Weg finden, diese Bürokratie in den Griff zu bekommen.
            Würde mich freuen, bei Gelegenheit von Ihnen zu hören, was aus den Plänen geworden ist.
            Herzliche Grüße
            Hans-Jürgen Röttger

  3. Hans-Jürgen Röttger   •     Author

    Hallo Irene,
    das ist so eine Sache. Mieten sind in Namibia recht teuer. Wenn auch der Wechselkurs außerordentlich günstig ist, (Ich kenne noch Zeiten, da musste ich für einen Rand über DM 4,– bezahlen, jetzt bekomme ich ca. 16 Rand für einen Euro) sind Mietobjekte nur scher zubekommen. Wohnungen gibt es kaum, Häuser, die für einen längeren Aufenthalt geeignet sind, bekommt man nicht für ein halbes Jahr.
    Eine günstige Regelung wäre, selber zu bauen. Wenn man Kontakt mit deutschen Farmern hat, ergibt sich ev. die Möglichkeit, dort ein „Häuschen“ zu erstellen, dass nach dem Ableben, was hoffentlich noch lange dauert, in das Eigentum des Farmers übergeht. Wenn die Farm auch noch in Stadtnähe liegt, ist das eine Regelung, mit der alle leben können. Man braucht allerdings entsprechende Kontakt.
    Wünsche viel Erfolg und weiter schöne Aufenthalte in Namibia.
    Ich bin im Winter auch wieder „unten“
    Herzliche Grüße

    Hans-Jürgen Röttger

  4. Carl   •  

    Zitat: „…..Immer wenn der Stress groß wird und die politischen Querelen in Deutschland einem zum Hals heraushängen
    bezüglich der vielen Einschränkungen, die auf fast alle Arbeitnehmer zukommen. Die leidigen Reformen des Gesundheitswesens……..“

    Ehrlich, wenn das Argumente für eine Auswanderung sein sollen, dann hat der oder diejenige noch nicht in einem anderen Land gearbeitet. Deutschland hat wohl eine der besten Gesetzgebung für Arbeitnehmer. Das Gesundheitswesen ist ebenfalls eins der besten der Welt, das ist also alles jammern auf sehr hohem Niveau. Beide „Problemfelder“ werden in Namibia auf keinen Fall besser und vor allem muss man sich den erhofften Lebensstandard in Namibia leisten können, d.h. diesen hart erarbeiten. Ich behaupte nicht, dass einem in Deutschland die gebratenen Tauben in den Mund fliegen, aber davon auszugehen, dass es in Namibia weniger Bürokratie, bessere Arbeitnehmergesetze und eine bessere Gesundheitsversorgung gibt ist in meinen Augen nicht nur naiv sondern zeugt davon, dass man sich mit der Materie nicht auseinander gesetzt hat.

    Zum Thema politische Querelen empfiehlt sich ein Gespräch mit Namibiern, dabei wird man schnell feststellen, dass die allgemeine Einschätzung der politischen Qualitäten beim „einfachen“ Mann in beiden Ländern sehr ähnlich ist. Es ist nach meiner Einschätzung nur eine Frage der Zeit, bis man als Ausgewanderter die namibische Politik ähnlich einschätzt wie derzeit die deutsche. Das liegt wohl in der Natur der Sache.

    Es gibt sicher für den einen oder andern viele gute Gründe auszuwandern, aber man muss sich eben darüber im Klaren sein, dass es anderes wird und nicht zwangsläufig besser.

    • Hans-Jürgen Röttger   •     Author

      Du musst den Bericht schon richtig lesen. Dass viele Auswandern, ist unbestritten, dass kaum jemand nach Namibia auswandert, ebenfalls. Es war eigentlich nicht misszuverstehen, dass es für Senioren bzw. Rentner sich lohnen kann, nach Namibia auszuwandern, bzw. dort zu überwintern.
      Das Wetter, freundliche Menschen, traumhaft schöne Gegenden, und ein Wechselkurs, der es einem ermöglicht, selbst mit kleiner Rente dort gut leben zu können.

      Ich kenne sehr viele Länder und bin sowohl geschäftlich als auch privat seit Jahren international unterwegs. Die politische Qualität spielt für Rentner in Namibia nun wirklich keine Rolle und der Gesundheitsdienst, zumindest in den größeren Städten, ist ausgezeichnet und sicher nicht schlechter, als in Deutschland. Offensichtlich kenne ich das Land einiges besser, als Du. Gerade für Rentner, die sich mit einer kleinen oder mittleren Rente in Deutschland gar nichts leisten können, ist Namibia die ideale Alternative. Ich wollte eine Möglichkeit aufzeigen und keine Grundsatzdebatte führen. Das für und wieder muss jeder für sich entscheiden. Flieg einfach mal hin und lass die ganzen Vorurteile weg.

  5. Harald Feineis   •  

    Hallo! Ich habe vor Jahren, als man noch 4 DM für einen Rand hinlegen musste, in Johannesburg ca. 3 Jahre gearbeitet. Dann ca. 6 Monate in Bulawajo, dem damaligen Rhodesien. Im Juni 16 war ich mit meiner Frau 14 Tage in Namibia, weil wir ein Land suchen, in dem man als Rentner nicht nur Sonne hat, sondern auch mit der Rente noch leben kann. Ich habe mir auch Uruquay im Januar 16 angesehen, jedoch ist es echt teuer und trägt zu Recht die Bezeichnung „Die Schweiz Südamerikas“.Meine Frau und ich sind begeistert von Swakp und Windhoek. Es ist wirklich ein friedliches Land für afrikanische Verhältnisse. Allerdings wird es auch für Rentner schwierig, so gelernt von einer Dame, die hilft, nach Namibia einzuwandern. Viele Südafrikaner wollen das Land verlassen um nach Namibia einzuwandern. Denn das „Zuma-Regime“ ist sehr problematisch. Darum schließen die Namibianer immer mehr die Grenzen. Das ist schade. Dennoch, wir versuchen es :-)! Ich habe im Leben viele Länder beruflich besucht und bin der Meinung, Namibia ist großartig!

    • Hans-Jürgen Röttger   •     Author

      Bis man eine Lösung gefunden hat, einzuwandern, könnte man ein Urlauber-Visum beantragen und auf sechs Monate verlängern lassen. Das erfordert auch ein wenig „Lauferei“, ist aber möglich. Dann, im Namibischen Sommer, für ein paar Monate nach Deutschland oder wo auch immer, und dann wieder als Tourist einreisen.
      Ich kenne einen Fall, da hat das über drei Jahre geklappt.
      Wünsche viel Erfolg

      Hans-Jürgen Röttger

  6. Harald Feineis   •  

    Hallo! Ich habe vor Jahren, als man noch 4 DM für einen Rand hinlegen musste, in Johannesburg ca. 3 Jahre gearbeitet. Dann ca. 6 Monate in Bulawajo, dem damaligen Rhodesien. Im Juni 16 war ich mit meiner Frau 14 Tage in Namibia, weil wir ein Land suchen, in dem man als Rentner nicht nur Sonne hat, sondern auch mit der Rente noch leben kann. Ich habe mir auch Uruquay im Januar 16 angesehen, jedoch ist es echt teuer und trägt zu Recht die Bezeichnung „Die Schweiz Südamerikas“.Meine Frau und ich sind begeistert von Swakp und Windhoek. Es ist wirklich ein friedliches Land für afrikanische Verhältnisse. Allerdings wird es auch für Rentner schwierig, so gelernt von einer Dame, die hilft, nach Namibia einzuwandern. Viele Südafrikaner wollen das Land verlassen um nach Namibia einzuwandern. Denn das „Zuma-Regime“ ist sehr problematisch. Darum schließen die Namibianer immer mehr die Grenzen. Das ist schade. Dennoch, wir versuchen es :-)! Ich habe im Leben viele Länder beruflich besucht und bin der Meinung, Namibia ist großartig!

    • Hans-Jürgen Röttger   •     Author

      Kann ich nur bestätigen. Wünsche viel Glück. Ich bin im Winter wieder unten.

  7. Wanda   •  

    Danke Herr Röttger für Ihre informative Seite.Man findet hier wirklich alles worüber man so nachgedacht hat, v.a. wenn man dazu übergeht mal über das Tourismusvisum hinaus in NAM zu verweilen.Während die BRD Tür und Tor für jedermann aufreißt muß man als Deutscher sehr gut finanziell gestellt sein um an ein „Permanent Residenz“ in anderen begehrenswerten Ländern zu kommen. Eigentlich müßte es doch reichen nach 3 Monaten in ein benachbartes Land, z.B. SA für einige Tage zu reisen und dann wieder für 3 Monate einzureisen usw.,oder nicht? Ihnen jedenfalls gute Zeit, Gesundheit und Freude am Leben!

    • Hans-Jürgen Röttger   •     Author

      Eine Zeit lang ging das. Heute ist das schwieriger, da Zwischen der Einreise und der „Wiedereinreise“ eine Zeit vergehen muss. Ich weiß bloß nicht, wie lange. Da kann Ihnen die Deutsche Botschaft sicher Bescheid geben.
      Würde mich auch interessieren. Bin Im Jan und Februar in Namibia. Mal sehen, ob ich etwas erfahren kann.
      Viele Grüße
      Hans-Jürgen Röttger

  8. Wanda   •  

    ich seh gerade, Sie sind zur gleichen Zeit wie ich in NAM Jan/Feb. 2017, dann gute Reise vlt. sieht man sich!

    • Hans-Jürgen Röttger   •     Author

      Würde mich freuen. Bin erst in Omaruru, genau genommen 60 Km nördlich auf der Farm meines Bruders, dann in Swakop und Etoscha, dann ein paar Tage Kapstadt und den Rest wieder Swakop. Wünsche auch Ihnen eine wunderschöne Reise, viele Tiere und gesunde Heimkehr.
      Hans-Jürgen Röttger

  9. Wanda   •  

    Ich hoffe, daß ich meine Route so planen kann in Koordination mit meinen Begleitern, daß wir auch in Onganga einen Stop einlegen. Wäre schön Sie anzutreffen. Jetzt hoffen wir auf den herbeigesehnten Regen für NAM. Ihnen auch eine schöne Zeit!

  10. Susanne Oruç   •  

    Guten Tag Herr Röttger
    Ich trage mich mit dem Gedanken, nach Namibia auszuwandern – als Rentnerin, Kauf eines kleinen Hauses – ohne Swimming-Pool. Omaruru scheint mir eine schöne Gegend zu sein. Wie macht das Ihr Bruder mit der Malaria? Ich würde mich gerne mit Aufforstung beschäftigen. Hätten Sie zu diesem Thema schon etwas gehört? Baobabs würden mich faszinieren.
    Gerne erwarte ich Ihre Antwort und grüsse Sie freundlich
    Susanne Oruç

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