Der Kruger Nationalpark, der berühmteste Nationalpark der Welt.

Der Kruger Nationalpark

Der Kruger Nationalpark ist zweifelsohne der berühmteste Nationalpark der Welt. Eine Fläche von rund 2 Millionen ha, Zweitausend Kilometer Straßen, jede Menge Camps und Bungalows ermöglichen einen Besuch nach jedermanns Geschmack.

Der Kruger Nationalpark ist riesig in seinen Ausmaßen. Nördlich von Swasiland, etwa vom Krokodiles River, reicht der Kruger rund 350 Km nach Norden, immer entlang der Grenze zu Mosambik im Osten, und bis zum Limpopo, dem Grenzfluss nach Simbabwe, im Norden.

Ein Besuch lohnt sich immer

Der Kruger Nationalpark ist generell ganzjährig sehr gut zu besuchen. In den trockenen Wintermonaten von April bis September ist die Vegetation noch nicht so dicht, dass man die Tiere sehr gut beobachten kann. Ich persönlich bevorzuge die afrikanischen Sommermonate von Oktober bis März. Erstens gehe ich dem „schmuddeligen“ Wetter in Deutschland gerne aus dem Wege und wenn in Afrika nach einem Regen alles wunderbar blüht, bin ich jedes Mal begeistert von der Vielfalt der Blüten und Farben.

Bueffel-gegen-Löwe 870x450

Natürlich kann man den Kruger Nationalpark auch auf einer Tagesreise erkunden. Jedenfalls einen kleinen Teil davon. Wenn möglich, sollte man sich aber schon ein paar Tage Zeit nehmen, besonders, wenn man die „big five“ sehen möchte.

Der frühe Vogel …. sieht das Wild

Wenn man nicht im Park übernachtet, empfiehlt es sich, schon früh am Morgen in den Park zu fahren. Die Zahl der Fahrzeuge, die täglich in den Park gelassen werden, ist begrenzt und an Wochenenden in der Hauptsaison kann es passieren, dass man nicht mehr vorgelassen wird. Ein weiterer Grund ist, dass die Tiere die Mittagshitze in Deckung verbringen und man nicht so viele sieht, wie morgens.

Die Eintrittspreise sind sowohl für Tagesgäste als auch für Übernachtungsgäste gleich. Pro Person und Tag waren etwa 20 Euro zu bezahlen. Das wird sich auch nicht groß geändert haben.

Regeln für Selbstfahrer im Krüger Nationalpark

Wer meine Berichte von Namibia gelesen hat, weiß, dass ich ein begeisterter Selbstfahrer bin. Der Kruger Nationalpark ist ein einziger Traum, diese Vielzahl an verschiedenen Tierarten und die nahezu garantierten big five sind immer ein Höhepunkt.
Sehr stört mich aber, dass alles bis ins Kleinste reglementiert ist. Man darf die Wege und Straßen nicht verlassen und muss sich, wenn interessante Tiere zu sehen sind, „im Stau anstellen.“
Ich gebe zu, dass es in einem so großen Nationalpark nicht ohne Regeln gehen kann, auch in Namibia nicht. Dass die Polizei regelmäßig die Geschwindigkeit prüft und sogar blitzt, geht mir denn doch etwas zu weit, wenn es offensichtlich auch nötig zu sein scheint.

Stau_im_Kruger

Ich habe keine Ahnung, ob die Besucher im Kruger Nationalpark anders sind, als in Namibia, ich wundere mich nur, dass es etliche Gäste gibt, die vergessen, dass sie nicht in einem Zoo sind. Wenn Leute mit fuchtelnden Armen und dem halben Körper aus dem Auto hängen, ist das lebensgefährlich. Auch Klatschen oder Rufen, um die Aufmerksamkeit der Tiere zu erlangen, ist absolut verboten. Traurig ist nur, dass man darauf hinweisen muss.

Hier ist kein Zoo, sondern Wildnis

Ich habe gelesen, dass schon öfters Tiere erschossen werden mussten, weil sie Verhaltensauffälligkeiten gegenüber Menschen gezeigt haben. Das Füttern und Anlocken von Tieren ist absolut verboten. Die Tiere lernen schnell und die Assoziation von Menschen als Futterlieferanten ist für die Tiere fix hergestellt.

So, jetzt aber Schluss mit der Meckerei. Ich möchte auf keinen Fall den Eindruck erwecken, als sei der Kruger Nationalpark nicht ein absolut sehenswerter Höhepunkt Südafrikas.

Elefant liebt Auto 870x450
Dieses Bild habe ich im Internet gefunden. Da kann dem Insassen schon anders werden. Meist geht aber alles gut.

Bei der Dichte der Population ist darauf zu achten, dass Tiere immer Vorfahrt haben. Sich mit einem Elefanten „anzulegen“ ist keine gute Idee. Es kann durchaus sein, dass Elefanten Mütter oder junge Elefantenbullen sich für das Fahrzeug „interessieren“. Hier ist als Selbstfahrer äußerste Vorsicht geboten. Man merkt sehr schnell, wenn man den Tieren zu nahe kommt. Sie werden unruhig und machen unter Umständen Scheinangriffe auf das Auto zu. Spätestens jetzt wird es Zeit, den Rückwärtsgang einzulegen.

Ein Game Drive mit Guide ist immer ein besonderes Erlebnis

Neulingen würde ich immer raten, sich mit einem erfahrenen Ranger auf Game Drives zu begeben. Die Ranger wissen in der Regel genau, wo welche Tiere sich gerade aufhalten und, was nicht zu unterschätzen ist, die Geländewagen sind recht hoch, so dass man einen guten Überblick über das Gelände bekommt und auch noch Tiere sehen kann, wenn das Gras höher ist.

Tiere haben Vorfahrt 870x450

Wenn man sich auf eigene Faust im Kruger Nationalpark bewegt, sieht man auch schnell eine große Zahl unterschiedlichster Tiere. Antilopen, Giraffen, Zebras, Gnus und natürlich Elefanten begegnen einem fast überall. Auch Löwen, manchmal in ganzen Rudeln, liegen faul unter Bäumen im Schatten. Morgens, wenn es noch nicht so heiß ist, begegnen sie einem auch auf Straßen und Wegen. Es lohnt sich auch, mal den Blick nach oben zu richten. Leoparden lieben es, in den Astgabeln höherer Bäume den Tag zu verbringen.

Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Afrikareisen. Trotz deutlicher Hinweise habe ich oft Tiere selbst in geringer Entfernung nicht gesehen. Die Mimikry, also die Anpassung der Tiere an den Hintergrund ist absolut erstaunlich. Aber schon nach recht kurzer Zeit hat sich das Auge der Umgebung angepasst und man wird erstaunt feststellen, dass selbst an den ungewöhnlichsten Orten Überraschungen lauern können.

Leopard im Kruger 870x450

Jede Safari hat ihre eigenen Gesetze. Selbst wenn man mehrmals auf Safari geht, wird man immer neue Eindrücke gewinnen. Keine Safari gleicht der anderen.

Wenn Sie in den Kruger Nationalpark einfahren, lassen Sie sich einen kostenlosen Visitors Guide geben. Dort sind detailliert Straßenkarten und Einrichtungen mit genauen Entfernungsangaben aufgeführt.

Von Interesse könnte auch die Aufstellung nahezu aller Tierarten sein, die im Park vorkommen. Auch alle Restcamps sind aufgeführt.
Mir war der Guide African Mammals sehr hilfreich:
Es gibt auch eine App die mir eine große Hilfe für das IPad ist. Ich hatte das vorher noch nicht.

Hier können Sie sich die nützliche App runterladen.

Unterkünfte von einfach bis luxuriös

Im Krüger Nationalpark gibt es einige Möglichkeiten, zu übernachten. Vom Zelt bis zum absoluten Luxus ist alles dabei. Natürlich bietet es sich an, sich zumindest in der Hochsaison einen Platz rechtzeitig zu reservieren. Eine Übernachtung innerhalb des Camps hat natürlich den Vorteil, flexibel zu sein.

Luxus pur 870x450

Alleine oder mit Guides den ganzen Tag, unabhängig von Öffnungszeiten, unterwegs sein zu können, hat natürlich was. Game Drives am Abend oder in der Nacht, sind ein ganz besonderer Höhepunkt.

Safari bei Nacht, Abenteuer pur.

Mit einem Guide nachts unterwegs zu sein, ist eine aufregende Sache. Man sieht kaum etwas, außerhalb der Fahrzeuglampen, ist verunsichert, überall die unterschiedlichsten Geräusche und dann schließlich ein tiefes geradezu beängstigendes Grollen.
Man kann dieses Geräusch von jedem anderen unterscheiden. Es gibt nichts, das auch nur eine annähernde Wirkung hat. Die Luft vibriert, das Herz rast, man sieht auch nichts, was das Geräusch verursacht haben könnte. Dann flüstert der Guide, es seien mehrere Löwen, die näher kommen. Und tatsächlich. Ein ganzes Rudel mit mehreren Jungen taucht im Scheinwerferlicht auf. Sie sind völlig entspannt und nehmen keinerlei Notiz von uns.

Es gibt kein Geräusch, das dem des Löwengebrülls ähnlich ist.
Es ist ein unglaubliches Erlebnis, einem ausgewachsenen Löwen in solcher Nähe zu begegnen. Die Tiere im Zoo wirken geradezu klein dagegen. Einem ausgewachsenen Löwen in der Wildnis in nur zwei Meter Entfernung zu begegnen, ist unvergleichlich. Da merkt man erst, wie geradezu riesig der Kopf eines alten Mähnenlöwen ist.

Der König 870x450

Im Krüger Nationalpark sind für vergleichsweise kleines Geld große, tierische Entdeckungen möglich. Die Safaris im Krüger Nationalpark sind vor allem für Familien, Afrika-Neulinge und Einsteiger eine tolle Gelegenheit die atemberaubende Tierwelt näher kennenzulernen.
Ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Und Du lieber Ralf wirst feststellen, dass die beste Beschreibung nicht annähernd an die Wirklichkeit heranreicht, die ist nämlich tausend Mal schöner.

In diesem Beitrag enthaltene Links:
Guide African Mammals
Nützliche App kostenlos runterladen

Hans-Jürgen Röttger

Mein Name ist Hans-Jürgen Röttger und meine Reisen führten mich schon seit frühester Jugend in alle Welt. Schon als Schüler habe ich Europa erkundet, mit Freunden auf dem Fahrrad, dem Motorrad und kostengünstig mit dem Zelt. In den späteren Jahren war ich beruflich als Geschäftsführer in einem Bereich tätig, der mich sehr viel reisen ließ, vorwiegend innerhalb Europas und dem fernen Osten. 1963 wanderte mein Bruder nach Namibia aus und bewirtschaftet seit nunmehr fünfzig Jahren dort die Gästefarm "Erindi Onganga". Seit Mitte der 70er Jahre reise ich regelmäßig nach Namibia und mache fast immer Abstecher nach Kapstadt, was bei den günstigen Wechselkursen sehr preiswert möglich ist. Aber nicht Pauschalreisen sind es die mich reizen, (habe ich auch schon gemacht) sondern alleine oder mit meinem Bruder im 4x4 das Land zu erkunden. Jede Reise ist anders, und man muss sich immer neuen Herausforderungen stellen. Aber Vorsicht! Das faszinierende Land lässt einen nicht mehr los und man will immer wieder hin.

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