Eine Reifenpanne kann ihr Leben kosten

Eine Reifenpanne kann Ihr Leben kosten

Eine Reifenpanne kann einen immer erwischen. Für Selbstfahrer ist es immer eine Frage. Brauche ich Ersatzreifen, wenn ja, wie viele? Wenn ich eine Reifenpanne habe, kann ich die irgendwo in der „Pampa“ reparieren lassen und werde ich mit den Preisen übers Ohr gehauen oder geht es einigermaßen reell zu?

Ich muss sagen, dass sich meine „Allrad“- Kenntnisse weitestgehend auf den Toyota Hilux beschränken.

Mit dem 4×4 war ich auf unzähligen Fahrten unterwegs und hatte fast nie Probleme. Das heißt nicht, dass andere Fabrikate weniger zuverlässig sind, die kenne ich bloß nicht so gut. Für mich hatte der Hilux immer einen weiteren Vorteil. Fast jeder Farmer fährt mindestens einen Hilux und kann helfen, wenn Not am Mann ist.

Allrad 4x4 870x450

Wer in Namibia unterwegs ist, kommt auf die Dauer ohne Reifenpanne nicht durch!
Es stellt sich nur die Frage, wie oft das geschieht.
Bei „normaler“ Fahrweise sollte man auch auf den unbefestigten Straßen ohne größere Reifenpanne zurecht kommen.

Wenn ich allerdings auf Strecken unterwegs bin, die einerseits selten befahren werden (da kommt keiner, der helfen könnte) oder andererseits gefährliche Schotterpisten sind, ist es sinnvoll, zwei Ersatzreifen mitzunehmen. In aller Regel hat der Vermieter immer gute Tipps parat. Hier ist besonders die Caprivi Strecke oder der van Zyls Pass zu nennen. Natürlich wird die Ladefläche entsprechend kleiner, wenn nicht schon zwei Halterungen außen angebracht sind, wie auf diesem Bild!

Feinster Staub kommt durch die kleinsten Ritzen

In jedem Fall ist es sinnvoll, ein geschlossenes Fahrzeug mit Doppelkabine zu wählen, allein wegen des vielen Staubs. Selbst gut schließende Koffer können den Staub nicht abhalten, der einem überall begegnet. Obwohl wir meistens zu zweit unterwegs waren, habe ich immer Fahrzeuge mit Doppelkabine gewählt. Man hat immer genug Stauraum und fühlt sich nicht so eingeengt.

Staubige Pad870x450

Ich werde immer wieder gefragt, was Reifenreparaturen denn so kosten und ob Reparaturen überall möglich sind. Über die Preise von Reifen und Reifenreparaturen habe ich ehrlich gesagt noch nicht groß nachgedacht. Ich habe immer zwischen N$ 70 und N$ 150 für eine Reparatur bezahlt, also so ungefähr zwischen 5 und 15 Euro.

Perfekte Werkstatt auf allen Farmen

Auf nahezu allen Farmen wird einem großzügig geholfen. Auf den Farmen ist fast immer eine bestens bestückte Werkstatt vorhanden, sind sie doch bei praktisch allen Reparaturen Selbstversorger. Eine deutsche Fachwerkstatt wäre froh über solche Möglichkeiten. Während der Reifen repariert und gewechselt wird, kann man mit dem Farmer und oder seiner Familie, den neuesten Klatsch austauschen, fast immer bei einer guten Tasse Kaffee und, wenn man Glück hat, auch einem Stück Kuchen. Das ist immer kurzweilig und informativ.

Gastfreundschaft wird in Namibia groß geschrieben.

Man darf nie vergessen, die Farmen liegen recht abgelegen und die Bewohner sind froh, etwas Neues vom „fernen Europa“ zu hören.

Bei Totalschaden eines Reifens, kommt es auf das „Kleingedruckte“ des Vermieters an. Man braucht ja dann auch einen neuen Reifen usw. Auf jeden Fall sollte man die Rechnung mitnehmen. Ersatzreifen bekommt man bei fast allen Tankstellen. Jedenfalls die gängigen Größen. (Deswegen bevorzuge ich auch den Hilux, der hat gängige Reifengrößen)

Reifenpanne 870x450

Durch meinen Bruder, der seit 1963 in Namibia lebt, bin ich immer ein wenig „blauäugig“ auf Reisen gegangen. Zwar gibt es oft keine Handy Verbindung aber das Telefon funktioniert meistens und ich hatte die Möglichkeit, schnell um Rat zu fragen.

Hans-Jürgen Röttger

Mein Name ist Hans-Jürgen Röttger und meine Reisen führten mich schon seit frühester Jugend in alle Welt. Schon als Schüler habe ich Europa erkundet, mit Freunden auf dem Fahrrad, dem Motorrad und kostengünstig mit dem Zelt. In den späteren Jahren war ich beruflich als Geschäftsführer in einem Bereich tätig, der mich sehr viel reisen ließ, vorwiegend innerhalb Europas und dem fernen Osten. 1963 wanderte mein Bruder nach Namibia aus und bewirtschaftet seit nunmehr fünfzig Jahren dort die Gästefarm "Erindi Onganga". Seit Mitte der 70er Jahre reise ich regelmäßig nach Namibia und mache fast immer Abstecher nach Kapstadt, was bei den günstigen Wechselkursen sehr preiswert möglich ist. Aber nicht Pauschalreisen sind es die mich reizen, (habe ich auch schon gemacht) sondern alleine oder mit meinem Bruder im 4x4 das Land zu erkunden. Jede Reise ist anders, und man muss sich immer neuen Herausforderungen stellen. Aber Vorsicht! Das faszinierende Land lässt einen nicht mehr los und man will immer wieder hin.

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