Mit dem Allrad alleine durch Namibia. Ein unglaubliches Erlebnis.

Hier kann es „haarig“ werden!! Achten Sie auf den Schwanz.

Reiseplanung ist alles! Teil 2/2

So, in der ersten Planung haben wir ein paar grundlegende Dinge über eine Namibia-Reise geklärt, jetzt geht es darum, die Details zu planen. Jetzt müssen die einzelnen Stationen, die besucht werden sollen, gefunden werden.

Sie planen einen Urlaub mit Allrad, keine Flucht.

Bei der Planung ist auch zu bedenken, dass man weitestgehend nur tagsüber fahren kann. Autofahrten bei Nacht sind nicht nur wegen des Wilds äußerst gefährlich. Bei uns ist eine Nachtfahrt von einem zum anderen Ziel, kein Problem. In Afrika durchaus. Darum bietet es sich auch an, sich für eine Region zu entscheiden. Von Windhoek, durch die Namib nach Swakopmund, weiter am Atlantik entlang nach Cape Cross, Skelettküste und Etoschapfanne wären z.B. Ziele, die zusammenhängend gut erreichbar sind. Zum Teil sind sie allerdings nur mit Allrad zu erreichen. Dazwischen gibt es jede Menge weitere Sehenswürdigkeiten, deren Besuch sich lohnt.

Diese oder ähnliche Reiselektüre vereinfachen die Planung ungemein.

Ich habe Ihnen hier ein paar Empfehlungen aufgeführt, die mir besonders zu Anfang sehr geholfen haben. Die meisten benutze ich heute noch, wenn ich schnell ein paar Details nachsehen möchte. Besonders hilfreich ist, wenn ich unterwegs bin und schnell nachsehen kann, welche Lodge oder Gästefarm in der Nähe liegt. Eine solche Reisesammlung ist eine geringe Investition und doch unglaublich hilfreich und vermittelt schon im Vorfeld viel Freude und lässt „den Mund wässrig“ werden.

Ein sehr interessantes Ziel ist z.B. Sossusvlei. Die gewaltigen Dünen sind von einer beeindruckenden Schönheit und Vergleichbares wird man in der ganzen Welt nicht mehr finden.

Ebenfalls einmalig ist der Fish River Canyon. Der liegt allerdings ganz tief im Süden, nahe der Südafrikanischen Grenze und dem Oranje.

Die Ziele an den Grenzen von Angola und Botswana mit dem Okawango und Caprivi, also ganz hoch im Nord-Osten, wären alleine eine Reise wert. Die Ziele sind alle mit 4×4 bzw. Allrad mehr oder weniger gut zu erreichen. Zum Teil sind die Strecken „Abenteuer pur“.

Sie sehen, worin die Problematik liegt. Man muss sich entscheiden, es sei denn, man hat ein paar Monate Zeit.

Wenn ich mich für ein Ziel entschieden habe, muss weiter geplant werden, wo und wann auf der Route kann ich übernachten, und wie lange möchte ich mich jeweils dort aufhalten.

Wenn mehrere Sehenswürdigkeiten in der Nähe liegen, hat es sich bewährt, am gleichen Ort zu übernachten, kennt man sich dann doch schon ein wenig aus und muss nicht erneut Koffer ein- und wieder auspacken.

Wenn die Ziele weiter auseinander liegen, bietet es sich an, eine neue Bleibe zu suchen. „Up Country“ sind meistens nur Gästefarmen oder Lodges die einzige Möglichkeit der Übernachtung.

Die Wahl einer Unterkunft rechtzeitig organisieren.

In der Hauptsaison würde ich immer dazu neigen, an einigen Schwerpunkten meiner Reise eine Übernachtung vorab zu buchen. Dann kann ich immer noch entscheiden, ob ich bleibe und von dort aus einzelne Ziele besuche, oder ob ich mich für eine neue Unterkunft entscheide, wenn ich denn eine bekomme. Das hängt natürlich davon ab, ob ich in der Hauptsaison oder außerhalb der Saison unterwegs
bin.

Egal, für welche Route Sie sich entscheiden, ich bin mir sicher, Sie werden einen unvergesslichen Urlaub erleben. Wenn ich dazu beitragen kann, dass alles klappt, würde ich mich sehr darüber freuen.

Hans-Jürgen Röttger

Mein Name ist Hans-Jürgen Röttger und meine Reisen führten mich schon seit frühester Jugend in alle Welt. Schon als Schüler habe ich Europa erkundet, mit Freunden auf dem Fahrrad, dem Motorrad und kostengünstig mit dem Zelt. In den späteren Jahren war ich beruflich als Geschäftsführer in einem Bereich tätig, der mich sehr viel reisen ließ, vorwiegend innerhalb Europas und dem fernen Osten. 1963 wanderte mein Bruder nach Namibia aus und bewirtschaftet seit nunmehr fünfzig Jahren dort die Gästefarm "Erindi Onganga". Seit Mitte der 70er Jahre reise ich regelmäßig nach Namibia und mache fast immer Abstecher nach Kapstadt, was bei den günstigen Wechselkursen sehr preiswert möglich ist. Aber nicht Pauschalreisen sind es die mich reizen, (habe ich auch schon gemacht) sondern alleine oder mit meinem Bruder im 4x4 das Land zu erkunden. Jede Reise ist anders, und man muss sich immer neuen Herausforderungen stellen. Aber Vorsicht! Das faszinierende Land lässt einen nicht mehr los und man will immer wieder hin.

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