Rucksacktouristen oder Backpacker in Namibia?

Namibia ist ideal für Rucksacktouristen

Vorweg, Namibia ist bestens für Rucksacktouristen geeignet, Namibia ist ein Land für Entdecker, die einen Schuss Abenteuer im Blut haben, ohne sich in Gefahr begeben zu müssen.

Namibia ist eine wunderbare Alternative für alle Rucksacktouristen oder Backpacker, die nicht unbedingt ins touristisch stark frequentierte Südafrika möchten.

Namibia mit der ältesten Wüste der Welt

Namibia liegt im Süden Afrikas und man hat von hier aus die Möglichkeit, die benachbarten Länder wie Botswana, Sambia, Angola und Südafrika mit all deren Highlights zu besuchen.
Seinen Namen hat das Land von der Namib, der ältesten Wüste der Welt, deren Ureinwohner schon im 14. Jahrhundert hier dauerhaft gelebt haben. Die Menschen sind unglaublich gastfreundlich und das gesamte südliche Afrika ist bestens für Rucksacktouristen, also Backpacker und Flashpacker, geeignet.

Seit „Loneley Planet Namibia“ als bevorzugtes Reiseziel auch für Rucksacktouristen empfiehlt, nehmen die Touren von Alleinreisenden nach Namibia deutlich zu.

Viele fragen sich, was denn nun der Unterschied zwischen Backpackern und Flashpackern ist. Je mehr man darüber liest, umso unterschiedlicher sind die Meinungen dazu. Ich gebe zu, dass ich den Begriff Flashpacker bis vor Kurzem nicht kannte. Auch als Backpacker bin ich nur in meinen Jugendjahren unterwegs gewesen, da allerdings nur einmal, mit einem „Around the World Ticket“ von TWA. Für junge Leute ein Erlebnis, das die gesamte weitere Zukunft prägt. Man lernt Länder, Menschen und andere Kulturen kennen. Es ergeben sich Freundschaften, die das ganze Laben Bestand haben, jedenfalls war das bei mir so.

Noch etwas, was man bei jungen Menschen nicht unterschätzen darf. Man lernt, sich in fremden Ländern zurecht zu finden, wird selbständiger und sicherer. Auslandsaufenthalte sind für junge Leute und deren Entwicklung von großer Wichtigkeit.
Sorry, ich wollte wirklich nicht als Schulmeister rüber kommen, bin aber davon überzeugt, dass jeder wenigstens einmal auf eigene Faust im Ausland unterwegs gewesen sein sollte. Wenn es dann noch ein Land wie Namibia ist, dann ist das besonders spannend.

Namibia ist übrigens ein Land, in das ich auch meine Tochter alleine reisen lassen würde und das auch gemacht habe.

Around the World

Bei TWA war es so, dass man nur in eine Richtung fliegen konnte, also nach Ost oder West. Man durfte seine eigene Linie nicht mehr kreuzen und musste am gleichen Flughafen landen, von dem man abgeflogen war. Man konnte so oft die Reise unterbrechen wie man wollte, die gesamte Reise durfte allerdings nicht länger als ein Jahr dauern. Für Rucksacktouristen eine geniale Möglichkeit, die Welt kennen zu lernen.
Eine weitere Besonderheit war, dass man nur das Streckennetz der TWA anfliegen durfte. Das war allerdings kein Handikap, flog doch die TWA nahezu alle wichtigeren Flughäfen der Welt an.

Mit etwas geschickter Planung, konnte man tatsächlich die ganze Welt sehen. Man konnte Zickzack nach Nord und Süd fliegen, musste dabei lediglich aufpassen, nicht die eigene Linie zu kreuzen.
Leider stellte die WA im Jahr 2001 den Betrieb ein. Es gibt aber auch heute noch ähnliche Angebote, die für wenig mehr als €1.200 zu haben sind. Ich kann nur dringend empfehlen, ein solches „Abenteuer“ zu wagen um fremde Kulturen und Menschen kennen zu lernen.

Wenn man an Backpacker, also Rucksacktouristen denkt, denkt man oft an junge Leute, die nach dem Abitur, oder Studium mit kleinem Gepäck bzw. nur mit einem Rucksack die schönsten Ziele in der Welt ansteuern. Ihre Unterkünfte suchen sie sich überwiegend vor Ort, möglichst fern vom Massentourismus. Populär unter den jungen Leuten ist es auch, sich den Aufenthalt durch kleinere Gelegenheitsarbeiten zu finanzieren.

Wenn man aber ein wenig älter geworden ist, haben sich auch die Ziele und Wünsche etwas verschoben. Jetzt wird man zum Flashpacker.

Etwas mehr Komfort darf es schon sein

Ein Flashpacker ist ein Backpacker, der inzwischen ein wenig mehr Budget zur Verfügung hat und nicht mehr unbedingt im Schlafsack up Country schlafen will, jedenfalls nicht immer.
Flashpacker sind Luxus Backpacker. Jedenfalls habe ich das mal so gelesen, wenn das auch nur bedingt richtig ist. Tatsache ist, dass Flashpacker nicht mehr bereit sind, auf zehnstündige Schleichfahrten in schrottreifen Bussen durch die Gegend geschaukelt zu werden oder Nächte in muffigen Gruppenschlafsälen zu verbringen.

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Flashpacker sind genauso unabhängig wie Backpacker, aber mit höheren Ansprüchen und größerem Geldbeutel: Der „Flashpacker“ ist der neue, moderne Reise Typ.
Flashpacker reisen wie Backpacker mit einem Rucksack – aber sie gönnen sich gewisse Annehmlichkeiten: Inlandsflug statt Bus, Restaurant statt Straßenimbiss, ein hübsches Einzelzimmer statt Schlafsaal. Sie geben gerne etwas mehr Geld aus, wenn sie das Gefühl haben, dass es sich lohnt.

Backpacker und Camper sind in Namibia willkommen

Namibia ist ein Land, in dem Rucksacktouristen praktisch überall hin können, ohne schief angesehen zu werden. Das ist nicht überall so. Da aber Namibia ca. drei Mal so groß wie Deutschland ist und nur 2,5 Millionen Einwohner hat, bewegen sich auch Einheimische, Farmer und Städter, wenn sie unterwegs sind, „mit kleinem Gepäck“.
Das warme Wetter ermöglicht es, nur in einem Schlafsack zu übernachten, wenn man auch ein wenig auf Schlangen, Skorpione oder Wild achten muss.
Auch auf den Farmen wird den Rucksacktouristen in aller Regel freundlich begegnet.
Die Unglaubliche Zahl an Sehenswürdigkeiten sorgt dafür, dass man sehr lange unterwegs sein kann, ohne sich „zu langweilen“.

Nachstehend einige Adressen und Tipps, die nicht nur für Backpacker oder Flashpacker nützlich sein können.

Ratgeber Namibia (Stand 2014)

Namibische Botschaften und Konsulate im deutschsprachigen Europa

Embassy of the Republic of Namibia in Germany
Reichsstr. 17, 14052 Berlin
Tel +49 (0)30 254 0950
Fax +49 (0)30 254 09555
Email info@namibia-botschaft.de

Embassy of the Republic of Namibia in Austria
Zuckerkandlgasse 2, 1190 Vienna, Austria
Tel 01-4029371
Fax 01-4029370
Email: nam.emb.vienna@speed.at

Namibia Tourism Board – Frankfurt
Schillerstraße 42 – 44
D-60313 Frankfurt/Main
Deutschland

Tel. +49 (0) 69 13 37 36-0
Fax +49 (0) 69 13 37 36-15
info@namibia-tourism.com

Botschaften, Konsulate und Vertretungen der deutschsprachigen Länder in Namibia

Deutsche Botschaft in Namibia
154 Independence Avenue, Sanlam Centre, 6. Etage, Windhoek
Tel +264 (0)61-273 100
Bereitschaftsdienst in Notfällen 081-1243572
Email info@windhuk.auswaertiges-amt.de

Schweizer Generalkonsulat in Namibia
PO Box 9298, Eros/Windhoek
Tel +264 (0)81 1279388 (Mobil)
Fax +264 (0)61 220104

Austrian Consulate in Namibia
Teinert Straße 2, Windhoek
Tel +264 (0)61 222159
Fax +264 (0)61 222159
Email: info@austrian-consulate.com

Namibia : Grenzstationen & Einreiseformalitäten

Einreise nach Namibia
Die meisten Besucher betreten namibischen Boden auf dem Hosea Kutako International Airport in Windhoek. Der Platz liegt rund 45 Kilometer von der Stadt entfernt, da Windhoek in einem engen Talkessel liegt. Ein weiterer Flughafen liegt in Stadtnähe im Stadtteil Eros. Dieser „Eros Airport“ hat keine genügend lange Landebahn für größere Flugzeuge und wird nur für Domestic Flights benutzt sowie von den lokalen Charterflug Unternehmen.

Derzeit fliegt die nationale Fluglinie Air Namibia mit ihren A330-200 Airbussen sechsmal wöchentlich im Direktflug von Frankfurt nach Windhoek. Air Berlin fliegt außerdem zweimal pro Woche von München nach Windhoek, allerdings nicht ganzjährig. Alle anderen Airlines, zum Beispiel Lufthansa, SAA, KLM, Swiss, British Airways, bedienen Windhoek nur via Johannesburg, was die Reisezeit von rund 10 auf 12 bis 14 Stunden verlängert, oftmals jedoch etwas preiswerter ist.

Die Einreiseformalitäten sind für Besucher aus EU Ländern – bei einem Aufenthalt von bis zu 3 Monaten – relativ unkompliziert. Das Visum wird bei der Ankunft ausgestellt und in den Reisepass gestempelt. Es wird lediglich erwartet, dass der Pass noch mindestens 6 Monate gültig ist.

Wer mit dem Auto aus Südafrika anreist, passiert die Grenze meist bei Vioolsdrif/Noordoewer am Oranje. Auch hier ist der Genzübertritt problemlos. Die Beamten sind freundlich und professionell. Zu Ferienbeginn in Südafrika kann es allerdings zu langen Warteschlangen kommen. Gemütlicher geht es zu, wenn man – vom Kalahari Park kommend – die Grenze bei Rietfontein/Aroab überquert. Meist steht man ganz allein an der Grenze, und die Beamten sind froh, mal wieder etwas tun zu können. Auch andere Grenzen, zum Beispiel der Grenzübergang nach Botswana bei Buitepos/Mamuno östlich von Gobabis oder Ngoma Bridge im Caprivi sind kaum frequentiert.

Pro Person darf max.  2000.- Namibia Dollar (NAD) oder Rand (ZAR) eingeführt werden.
EURO kann in Urlaubsüblichen Mengen im Land getauscht werden.

NEU seit dem 26. Juni 2012:

Kinder, egal welchen Alters, benötigen eigene Reisedokumente!
Eintragungen im Reisepass der Eltern werden nicht mehr akzeptiert!

Aufenthaltsgenehmigung
Touristen dürfen sich maximal 90 Tage in Namibia aufhalten, sofern sie ein entsprechendes Rückflugticket vorlegen und der Reisepass noch mindestens 6 Monate gültig ist. Das Visum bzw. die Aufenthaltsgenehmigung werden bei der Einreise ausgestellt. Man sollte unbedingt sofort bei Einreise kontrollieren, ob mindestens so viele Aufenthaltstage genehmigt wurden wie tatsächlich benötigt werden. Etwaige Irrtümer des Grenzbeamten gehen zu Lasten des Besuchers, und eine Überziehung der Aufenthaltsgenehmigung kann zur Verhängung drastischer Strafen führen.
Leider kommt es recht häufig vor, dass die Aufenthaltsgenehmigungen, selbst für Familien unterschiedlich ausgestellt werden.

Visum-Verlängerung
Eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung muss rechtzeitig beim Ministry of Home Affairs & Immigration im Cohen Building in der Kasino Street (Ecke Independence Ave) beantragt werden. Im Wesentlichen will man dort wissen, ob Sie über genügend finanzielle Mittel für einen weiteren Aufenthalt verfügen. Tel 061-2922111.

Impfungen
Keine Nachweise für Einreisende aus Europa erforderlich. Eine Ausnahme gibt es, wenn Sie nicht direkt aus Europa einreisen, sondern aus einem Land mit möglicher Gelbfiebergefahr. Dann ist eine Impfung obligatorisch. Aus meiner Erfahrung würde ich aber eine Tetanus-Impfung vornehmen lassen. Genauere Informationen geben Ärzte oder das Gesundheitsamt.
Also Achtung, wenn Sie vom Okavango Delta oder dem Sambesi zurück nach Namibia kommen, dann brauchen Sie eine Malaria-Impfung.

Grenzübertritt mit einem Mietwagen
Wer von Südafrika aus per Mietwagen nach Namibia reist, benötigt vom Vermieter eine schriftliche Genehmigung, die man an der Grenze vorzeigen muss. Dies gilt auch für Grenzübertritte nach Botswana, Sambia und Zimbabwe.

Straßennutzungsgebühr
Wer mit dem Auto nach Namibia einreist, muss an der Grenze eine Straßengebühr (cross border-charge) von 160 N$ entrichten, als Beitrag für die Instandhaltung der Straßen.

Unterkunft:
Das Angebot und die Qualität von Hotels und Unterkünften sind in Südafrika und in Namibia exzellent. Dabei liegen die Preise bis zu zwei Drittel unter denen vergleichbarer Häuser in Europa. Außer dem „Kalahari Sands“, einem 5 Sterne Haus, das recht teuer ist, haben die Hotels in Namibia eher ein gemütliches Ambiente.
Individualreisenden steht ein umfassendes „Bed & Breakfast“ – Angebot zur Verfügung. Die Unterkunft in privaten Häusern ermöglicht den Kontakt zu den Einheimischen.
Die vielen Gäste- und Jagdfarmen freuen sich immer über zahlende Besucher, wenn denn Zimmer frei sind. Es gibt auch sehr gute Campingplätze zu akzeptablen Bedingungen.

Kleidung/Ausrüstung
Leichte Baumwollkleidung gehört immer in das Gepäck. Das gilt auch für den recht warmen Herbst und Winter. Weiter sind ein Pullover und Anorak durchaus richtig. Bei einer Rundreise im Winter sollte man sich darauf einstellen, dass es vor allem in den Drakensbergen zu Minustemperaturen und sogar Schneefall kommen kann. Dagegen ist es zur gleichen Jahreszeit an der Küste mild.
Safari-Kleidung lässt sich preiswerter und in großer Auswahl, z.B. in Windhoek, erstehen, als in Deutschland.
Vor allem ein Hut, gegen die hochstehende, und im Sommer stechende Sonne, ist äußerst wichtig.
Wenn man sich einmal die Kopfhaut so verbrannt hat, wie ich, vergisst sicher nicht mehr, einen Hut aufzuziehen. Diese Erfahrung muss aber nicht jeder selber machen.

Eine sehr gute Packliste finden Sie hier:

Fotografieren
Bei teuren Ausrüstungen empfiehlt es sich unbedingt, eine Foto-Versicherung abzuschließen. Eine Reisegepäckversicherung deckt teure Ausrüstungen nur zu einem geringen Teil.
Für Tieraufnahmen sind Objektive mit mindestens 200 oder 300 Millimeter notwendig. Die modernen Digital-Kameras haben meistens ein entsprechendes Zoom.
Ein Plastikbeutel schützt zusätzlich die Ausrüstung vor dem feinen Staub. Durch die geringe Luftfeuchtigkeit kommt es auch nicht zu Kondenswasser im Beutel.

Viele Menschen, besonders die Herero-Frauen in ihren bunten Trachten, sind beliebtes Foto Motive.
Hier sollte man grundsätzlich erst um Erlaubnis fragen. Mit einem freundlichen Lächeln, einer Geste, sollte man erst eine Beziehung herstellen. Dann bekommt man gerne die Erlaubnis.

Elektrizität
Das Stromnetz ist auf 220/240 Volt Wechselstrom ausgelegt.
In Namibia werden 3-polige Stecker benutzt. Die entsprechenden Zwischenstecker (Adapter) können im Land in jedem größeren Supermarkt gekauft werden.
Vielfach werden bei den Unterkünften auch Adapter leihweise angeboten.
In größeren Hotels sind vielfach schon Euro-Norm Steckdosen vorhanden.

in keinem Weltreise Stecker-Set ist dieser für Namibia dabei!
Wichtig:
Gästefarmen und Lodges, die wegen der Entfernung nicht an das Öffentliche Stromnetz angeschlossen sind, produzieren ihren Strom mit Generatoren selbst. Deshalb steht dieser nicht 24 Stunden am Tag mit voller Leistung zur Verfügung.
Es reicht aber in der Regel bis 22 Uhr die Akkus von Kamera, Handy etc. zu laden.

Geld
Hier finden Sie den aktuellen Wechselkurs: www.oanda.com
Die Währung des Landes ist der Namibia Dollar (NAD).
Er ist nicht bei allen Banken in Deutschland sofort erhältlich, sondern muss erst bestellt werden. Daher können Sie auch den südafrikanischen Rand (ZAR) kaufen.
In Namibia werden beide Währungen zum gleichen Wert akzeptiert.
Umgekehrt ist es in Südafrika nicht möglich, mit dem Namibia Dollar zu bezahlen!!

Pro Person dürfen max.  2000.- Namibia Dollar (NAD) oder Rand (ZAR) eingeführt werden.
EURO kann in Urlaubsüblichen Mengen im Land getauscht werden.

Viele Unterkünfte, Restaurants und Geschäfte sind an die Kreditkarten Systeme angeschlossen. Trotzdem empfiehlt es sich, einen gewissen Betrag an Bargeld mitzuführen.
Tankstellen akzeptieren nur Bargeld.  (Tankkarten in Vorbereitung)
Bei Zahlungen mit der Kreditkarte, gehen Sie mit zum Zahlungsgerät.
Sie sollten immer sehen wie die Karte verwendet wird.
Geben Sie die Kreditkarte nicht aus der Hand!
Im Flughafen Terminal (Ankunft) finden Sie auch zwei Bankschalter zum Geldwechsel,  sowie einen Geldautomat der nur VISA Karten akzeptiert.
Bitte bedenken Sie dass dort eine Warteschlange entstehen kann.
An Geldautomaten im Land kann mit der Kreditkarte (Master & VISA)  Geld abgeholt werden. (Geheimzahl erforderlich) Pro Tag aber nur max. NAD 2000.-
Bei den Geldautomaten der „Standard Bank Windhoek“ kann mit EC Karte (Maestro) Geld abgehoben werden. Bei weiteren Banken in Vorbereitung.

Achtung: Lassen Sie sich nicht bei der Eingabe Ihrer Daten beobachten, oder von Unbekannten helfen. Geldautomaten in Namibia sehen so aus wie international bekannt.
Gefahrenquellen: Zusätzlich angebrachte Tastaturen oder Scanner bei der Karteneinführung, sowie Kameras die den Zahlungsvorgang beobachten könnten.
Bitte machen Sie es sich zur Gewohnheit jeden Geldautomat (auch in Europa) genauestens einer Sichtkontrolle der Karteneinführung und Tastatur zu unterziehen.

Bitte warten Sie nicht bis Ihr Geld verbraucht ist, da ein Automat auch mal außer Betrieb sein kann.
Banken sind in allen größeren Orten zu finden.

Mobilfunk
Landesvorwahl Namibia
+ 264
Weltweit findet man fast überall kostenloses WLAN für das Smartphone oder Laptop. Bei längeren Reisen kann man seinen Mobilfunkvertrag in Deutschland stilllegen oder für den Zeitraum abbestellen.

Trinkgeld
5-10% des Rechnungsbetrages, wenn der Service für Sie OK ist!
Ein Trinkgeld ist auch bei Taxifahrern, Kofferträgern und Zimmermädchen üblich. Etwa 2 – 3 Rand pro Gepäckstück oder Tag.

Klima:
arides Klima; Regenzeit: Januar-März/April.
Bei einem ariden Klima (von lateinisch aridus ‚trocken‘, ‚dürr‘) übersteigt die potenzielle Verdunstung den Niederschlag einer Region. Dies hat eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit zur Folge.
Da Namibia auf der Südhalbkugel liegt, sind die Jahreszeiten genau umgekehrt zu Europa. Wenn in Deutschland Winter herrscht, ist im südlichen Afrika Sommer. Die Übergangszeiten sind in Namibia allerdings sehr kurz.
Die Hauptreisezeit ist der südafrikanische Sommer, also zwischen November bis März. Dann ist es an der Küste sonnig und trocken. Im Januar und Februar nehmen die meisten Einheimischen ihren Urlaub. Dann können die Strandhotels überfüllt sein.

Küche:
Das traditionelle Essen der schwarzen Bevölkerung besteht zu einem großen Teil aus Millipap. Millipap oder Ugali, ist ein Maisbrei der unserer Polenta ähnelt. Dazu gibt es verschiedene, meist fleischlose, Soßen.
Die asiatische Küche ist zwar mehr in Südafrika, vor allem in Durban, verbreitet, setzt sich aber auch immer mehr in Namibia durch.
Die Buren haben sich unseligerweise nach der Zubereitung der englischen Küche gerichtet. Eine leckere Seezunge mit fettigen Pommes und Mayonnaise ist nicht unbedingt unser Fall.
Die „weiße“ Hausmannskost, wie sie auf den Farmen und Lodges angeboten wird, schon eher.
Das sehr verbreitete englische Frühstück, mit Eiern Wurst uns Speck, ist durchaus genießbar.
Seafood, also Meerestiere, gibt es besonders frisch und sehr lecker an den Küsten. Die fangfrische Ware kostet höchstens halb so viel, wie in Deutschland.
Hummer, („Cryfish“ genannt) sind im Verhältnis sogar noch um einiges preiswerter, ebenso Austern.

Großen Raum in der Urlaubs- und Wochenendgestaltung der Europäer in Namibia, nimmt die Sitte ein, sich gegenseitig zum „Braai“ einzuladen. „Braaivleis“ ist im freien gegrilltes Fleisch oder die beliebte „Boerewors“ (Burenwurst). Frische Salate, Obst und leckere Soßen gehören dazu. Solch ein Abend zieht sich aller Erfahrung nach, lange hin, und es wird sehr viel Bier dazu getrunken. (Egal, man hat ja Urlaub)

Souvenirs:
Viele Souvenirs, die in Namibia verkauft werden, kommen aus Südafrika. Allerdings wird immer mehr im Lande produziert.
Besonderheiten des Landes sind: kleine Puppen der Hereros, Flechtarbeiten, Schuhe und Taschen aus Kudu- oder Robben-Leder, Halbedelsteine und Felle. Es wird auch Elfenbein aus legaler Jagd angeboten. Die Ausfuhr ist problemlos, nicht aber in allen Fällen die Einfuhr nach Europa, vor allem wenn es gegen das Artenschutzabkommen verstößt.
Biltong, luftgetrocknetes Rind- und Wildfleisch, ist immer ein interessantes Mitbringsel. Früher, während der wochenlangen Trecks, war Biltong oft das einzige Nahrungsmittel. Das dunkle, etwas fade Trockenfleisch, ist nicht jedermanns Sache.

Ärzte und Apotheken:
Es gibt viele Deutsch sprechende Ärzte, die auch in Notfällen Hilfe leisten können. Die staatlichen Krankenhäuser haben meist Defizite und sind nicht besonders ausgestattet. Die privaten Krankenhäuser haben zwar bestens ausgebildetes Personal, sind aber kostenpflichtig. Eine entsprechende Kranken-Versicherung ist anzuraten.

Die Medikamente in den Apotheken sind oft deutlich preiswerter, als bei uns. Über Plagiate in den offiziellen Apotheken ist nichts bekannt. Auch hier gibt es oft mindestens eine Person, die Deutsch spricht.

Lage:
Namibia liegt im südwestlichen Afrika zwischen 17 und 29 Grad südlicher Breite und 12 und 25 Grad östlicher Länge
.
Größe des Landes:
824.292 Quadratkilometer

Hauptstadt:
Windhoek, ca. 320.000 Einwohner

Bevölkerung:
ca. 2,4 Millionen Einwohner, Bevölkerungsdichte: rund 2,6 Einwohner pro Quadratkilometer,
(in Deutschland 226)

Währung:
Namibian Dollar (N$)
Für einen Euro bekommen Sie 13,25 N$
Für einen Schweizer Franken,  CHF  bekommen Sie 12,85 N$
(Beides Stand November 2015) Der N$ gilt nur in Namibia.
Der ZAR, oder Südafrikanische Rand, wird auch in Namibia 1:1 akzeptiert. Umgekehrt also leider nicht.
Hier eine Umrechnungstabelle:
http://de.coinmill.com/CHF_NAD.html

Landessprachen:
offizielle Amtssprache: Englisch; sonstige Sprachen: Afrikaans, Oshivambo, Otjiherero, Nama, Damara, Deutsch
Englisch, Afrikaans und Deutsch sind sehr gebräuchliche Umgangssprachen. Da Afrikaans seine Wurzeln von holländischen Einwanderern aus dem 17. Jahrhundert hat, können vor allem Plattdeutsch sprechende Touristen aus Norddeutschland die Sprache der Buren recht gut verstehen, wenn auch kaum sprechen.

Religion:
ca. 87 Prozent Christen, davon rund 80 Prozent Protestanten und rund 20 Prozent Katholiken; Rest Stammesreligionen.

Medien:
Allgemeine Zeitung, deutsch, und Andere

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität
In Namibia gehört Kriminalität leider in stärkerem Maß zum Alltag als in Deutschland. Leider wird dies von Besuchern erfahrungsgemäß unterschätzt. 100%ige Sicherheit gibt es nicht, aber Schönheit und Gastfreundschaft dieses Landes erfreuen umso mehr, wenn die nachfolgenden Sicherheitshinweise befolgt werden:
Grundsätzlich gilt: Folgen Sie ihrem „Bauchgefühl“, wenn Ihnen eine Situation merkwürdig vorkommt, z. B. wenn sich in der Stadt eine Gruppe von mehreren unbekannten Personen um Sie herum bildet oder wenn sich Ihnen während der Autofahrt eine unklare Situation eröffnet (z. B. verlassener Kindersitz am Straßenrand). Es kann sein, dass Sie abgelenkt oder getäuscht werden sollen, um einen Überfall zu ermöglichen. Halten Sie im Zweifel nicht an, sondern verständigen Sie die Polizei (10111).

Ein erhöhtes Überfall-/Diebstahlrisiko besteht in Taxis, in denen sich außer dem Fahrer bereits andere Personen befinden! Fahren Sie allein in einem Taxi, so sollten Sie darauf bestehen, dass kein weiterer Fahrgast zusteigt. Taxis sind in Namibia sehr preiswert.

Reisen über Land / Straßenverkehr
In Namibia herrscht Linksverkehr.
In Namibia benötigen Sie einen Internationalen Führerschein (der bei Ihrer Führerscheinstelle oder über Ihren Automobil-Club beantragt werden kann). Alternativ wird auch der „normale“ Führerschein akzeptiert, sofern eine amtliche englische Übersetzung mitgeführt wird.
Von Überlandfahrten während der Dunkelheit wird abgeraten. Neben erhöhter Gefährdung durch kriminelle Übergriffe besteht das Risiko eines Verkehrsunfalls wegen unbeleuchtet abgestellter Fahrzeuge und Wildwechsel (Lebensgefahr!).
Einige von Touristen weniger besuchte Gebiete im Norden Namibias zwischen der Etoschapfanne und der angolanischen bzw. sambischen Grenze können in der Regenzeit, besonders in den Monaten Februar bis April, von Überschwemmungen großen Ausmaßes betroffen sein. Im Falle solcher Überschwemmungen erhöht sich – unter Umständen  auch über den eigentlichen Überschwemmungszeitraum hinaus – das Malariarisiko. Vor Reisen in diese Landesteile sollten daher Erkundigungen, z.B. beim namibischen Tourismusbüro, landeskundigen Reiseveranstaltern oder auch der Deutschen Botschaft, eingeholt werden.
Besonderer Hinweis zur Besichtigung touristischer Attraktionen im Grenzgebiet zu Angola

Die Grenze im Grenzgebiet zu Angola ist an verschiedenen Stellen gar nicht oder nur durch einen niedrigen Drahtzaun markiert. Wer die Grenze (auch nur für wenige Meter) illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die namibische oder angolanische Grenzpolizei, Geldbuße und/oder Haftstrafe rechnen.

Mehrwertsteuererstattung bei Ausfuhr
Die Erstattung der Mehrwertsteuer an Touristen anlässlich der Ausfuhr von Souvenirs usw. bei Abreise kann nach Berichten von Betroffenen mit praktischen administrativen Hindernissen verbunden sein (z. B. lange Bearbeitungsfristen, Ablauf von Schecks usw.). Die Deutsche Botschaft Windhoek weist vorsorglich darauf hin, dass sie über keinerlei Möglichkeiten verfügt, im konkreten Einzelfall auf das Privatunternehmen einzuwirken, das im Auftrag der namibischen Regierung die MWSt-Rückerstattung abwickelt. Um in Problemfällen bei der namibischen Seite nachhaken zu können, wird empfohlen, sich bereits beim Kauf zwei Originalrechnungen („tax invoice“ und „duplicate tax invoice“) ausstellen und beide Rechnungen vom namibischen Zoll mit einem Stempel („zur Ausfuhr“/ „for export“) versehen zu lassen.

Fahrzeuganmietung in Namibia
Vorsicht ist geboten beim Vertragsabschluss mit hier ansässigen Mietwagenfirmen/ Versicherungen. Es wird empfohlen, bereits bei der Reservierung in Deutschland die vollständigen Vertragsbedingungen einzusehen, genauestens zu studieren und Unklarheiten vor der Vertragsakzeptanz auszuräumen (Vollkasko -und Anwendung der Vollkasko- werden in Namibia anders vereinbart als in Deutschland.).

Es werden bedauerlicherweise immer wieder Fälle bekannt, in denen Versicherungen hiesiger Mietwagenfirmen im Schadensfall die Beweislast umkehren und vom Versicherten den Nachweis verlangen, nicht fahrlässig gehandelt zu haben. Gelingt dieser Nachweis nicht, so verweigert die Versicherung oftmals jegliche Leistung und der Versicherte muss für relativ hohe Beträge aufkommen. Manche Verleiher – auch renommierte Firmen – schrecken nicht davor zurück, im Nichtzahlungsfall mit drastischen Maßnahmen – wie Erlangung eines Haftbefehls – den Versicherten an der Ausreise zu hindern.
Falls Sie einen Mietwagen nutzen (möglichst eines Autovermieters, der Mitglied der namibischen Vereinigung der Autovermieter – CARAN – ist), kontrollieren Sie vor Fahrtantritt unbedingt Bremsen und Reifenzustand auf ihre Zuverlässigkeit. Wegen der häufigen Reifenpannen auf Schotterpisten (Werkzeug/Wagenheber vorführen lassen!) sollten Sie zwei Reserveräder mitführen.

Diese Zusammenstellung stellt eine Basisinformation für Namibia des Auswärtigen Amts dar.
Stand: Dezember 2014. Weiter sind viele eigene Eindrücke und Erfahrungen eingeflochten.
Weitere Infos: http://www.namibia-info.net

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Farm – Lexikon

Arid Region: Weidenwirtschaft mit rationellster Nutzung

Absetzer: Jungtiere, die vom Muttertier getrennt werden

Bassin: Wasser Reservoir

Braai: (Braaivleis) Grill, bzw. grillen Grillgut

Banja: viel, sehr viel

Bokki: Ziege

Kamp: Eingezäunter Teil einer Farm

Donkey: Esel, oder Eselkarren, und den Ofen, für Warmwasser oder Duschen

Dropper: frei schwebender Zaunpfahl

Kordon-Zaun: Hoher Seuchenzaun der Regierung, früher gegen Maul- und Klauenseuche

Kraal: Umzäunung für Schaf- und Rinderherden
Kleine Wohnsiedlung der schwarzen Farmarbeiter

Koppi: Becher

Kost: Essen

Katiti: Klein

Lecke: Zusatzfutter, (Salz)

Pad: allgemeiner Begriff für Straßen, auch nicht asphaltiert, sowie Farmwege

Pfanne: Senke, in der sich Wasser sammelt

Potjie: (Potje) Dreibeiniger Gußeisener Kochtopf, der über dem Feuer hängt oder steht.

Posten: Station auf der Farm, meist mit Kraal und Windmotor, der Wasser für die Tiere
aus größerer Tiefe pumpt

Pontok: Lehmhaus der Schwarzen

Revier: Flussbett mit und ohne Wasser. In der Regenzeit „laufen“ die Reviere und jeder Farmer ist glücklich

Rolltor: Übergang, der von Tieren nicht übergangen werden kann. (Ein Graben, der z.B. mit Eisenbahnschienen in Abständen von – 15 cm überbrückt wird.

Suppi: Schnaps, Alkohol

Store: Laden, Einkaufsmöglichkeit, auch auf der Farm

Schwar: schwer

Werft: Wohnsiedlung schwarzer Farmarbeiter

Wildzaun: Hoher Zaun, der das Wild auf der Farm halten soll

Vley: feuchte, sumpfige Stelle.

Weitere Infos gibt es hier:

In diesem Beitrag enthaltene Links:
Loneley Planet Namibia
Eine sehr gute Packliste finden Sie hier

 

Hans-Jürgen Röttger

Mein Name ist Hans-Jürgen Röttger und meine Reisen führten mich schon seit frühester Jugend in alle Welt. Schon als Schüler habe ich Europa erkundet, mit Freunden auf dem Fahrrad, dem Motorrad und kostengünstig mit dem Zelt. In den späteren Jahren war ich beruflich als Geschäftsführer in einem Bereich tätig, der mich sehr viel reisen ließ, vorwiegend innerhalb Europas und dem fernen Osten. 1963 wanderte mein Bruder nach Namibia aus und bewirtschaftet seit nunmehr fünfzig Jahren dort die Gästefarm "Erindi Onganga". Seit Mitte der 70er Jahre reise ich regelmäßig nach Namibia und mache fast immer Abstecher nach Kapstadt, was bei den günstigen Wechselkursen sehr preiswert möglich ist. Aber nicht Pauschalreisen sind es die mich reizen, (habe ich auch schon gemacht) sondern alleine oder mit meinem Bruder im 4x4 das Land zu erkunden. Jede Reise ist anders, und man muss sich immer neuen Herausforderungen stellen. Aber Vorsicht! Das faszinierende Land lässt einen nicht mehr los und man will immer wieder hin.

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