Wild Coast, eine der schönsten Landschaften Südafrikas

Von Kapstadt nach Durban mit dem Allrad

Wenn man von Kapstadt nach Durban mit dem Auto fährt bietet es sich an, die Wild Coast ein wenig genauer zu betrachten.

In Port Elisabeth endet die Garden Route und über East London kommt man nach weiteren ca. 1.000 Km nach Durban. Zwischen Port Elisabeth und Durban erstreckt sich die Wild Coast, eine herb-romantische Küstenlandschaft entlang des Indischen Ozeans.

Port Elisabeth lebt von der Industrie

Im Gegensatz zu Port Elisabeth, das stark von Industrie geprägt ist, hier haben die großen Autofirmen Ihre Produktionsstätten, gilt Durban als multikulturelles und touristisches Zentrum. Wenn man die Strecke von P.E., so wird Port Elisabeth von den Einheimischen genannt, nach Durban wirklich mit dem Auto zurücklegen will, sollte man entsprechend viel Zeit mitbringen.

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Von Kapstadt nach Durban sind es 1.800 Km

Von Kapstadt nach Durban sind es immerhin rund 1.800 Km. Die Strecke durch die ehemalige Transkei zwischen P.E. und Durban hat zum Teil sehr schlechte Stichstraßen und führt nicht immer entlang der Küste. Die Wild Coast ist durchaus sehenswert, man darf aber nicht vergessen, dass man viel Zeit für die Zubringer „vergeudet“, weil man immer zwischen der ca. 50 Km entfernten Straße im Hinterland und der Küste hin und her pendeln muss, wenn man denn etwas von der traumhaft schönen Küste mitbekommen will.

Natürlich gibt es die Alternative, von P.E. aus mit dem Flugzeug nach Durban zu fliegen und die Zeit, die man „gespart“ hat, in Durban zu verbringen. Diese Innerafrikanischen Flüge sind durchaus preiswerte Varianten, die man immer im Auge behalten sollte. Man spart zwar Zeit, verpasst aber die Aussicht auf eine der schönsten Küsten Südafrikas, die Wild Coast.

Die Wild Coast, einer der schönsten Küstenabschnitte Südafrikas

Die Wild Coast ist ein ca. 270 Km langer Küstenabschnitt von East London bis etwa Port Edward im Osten. Der Abschnitt entspricht damit ziemlich genau der Küstenlinie der früheren Transkei. Der Name wild Coast ist durchaus berechtigt. Eine Vielzahl von kleineren und größeren Flüssen münden in den tiefblauen Indischen Ozean. Zahlreiche Täler und Hügel machen ein Weiterkommen beschwerlich. Felsiges Gebiet und Sandbänke wechseln sich mit Wäldern einheimischer Baum- und Straucharten ab. Hügeliges Grasland, steile Klippen und weiße Strände sind typisch für eine von Südafrikas aufregendsten und zugleich naturbelassensten Gegenden, die man das ganze Jahr hindurch einen besonderen Reiz ausüben.

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Die Wild Coast wird dank der teils spektakulären Landschaft, dem warmen Klima und breiten Strände vor allem touristisch genutzt. Die Ferienorte sind meist recht abgelegen und locken auch alternativ gesinnte Urlauber an.

Ein Paradies für Wanderfreunde und Naturliebhaber

Entlang der Küste können mehrtägige Wanderungen unternommen werden. Das Überqueren der diversen Flüsse ist nicht ganz einfach und muss unter Umständen schwimmend bewältigt werden. An den meisten Ufern gibt es dschungelartige Wälder, querfeldein sind sie undurchdringlich. Nur einzelne dünne Pfade führen durch das Dickicht.

Wer hier wandern will, braucht vor allem eine ordentliche Kondition. Nicht zu unterschätzen ist, dass das Gelände sich dauernd durch steile Aufstiege, grobe Felsformationen, steil abwärts zum Strand und den Sandbänken, und dann wieder steile „Wege“ bergauf abwechseln. Und dann schließlich alles wieder von vorne! Glauben Sie mir, das schlaucht.

Die Heimat von Nelson Mandela

Hinter den einfachen Lehmhütten weidet das Vieh der Bauern das versucht, das wenig nahrhafte Gras und Gestrüpp auszurupfen.

„Wenn man einen großen Hügel erklommen hat, sieht man erst, dass noch viele Hügel mehr zu erklimmen sind“, soll Nelson Mandela einmal gesagt haben, und Recht hat er.

Der Friedensnobelpreisträger und Freiheitsheld Nelson Mandela kommt aus dem nahe gelegenen Heimatort Qunu, im dem er nur knapp Hundert Km landeinwärts zur Welt gekommen ist. Mit dem Auto braucht man für die extrem holprige Strecke der ehemaligen Transkei gut zwei Stunden.

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Das Nelson-Mandela-Museum

Kurz vor Umtata, der Hauptstadt der Transkei, liegt links der N2 das Dörfchen Qunu.

Das Museum ist auf drei Orte in der Ost-Kap- Provinz aufgeteilt worden, nämlich: Umtata, Qunu und Mvezo.

Nelson Mandela hat in den Jahren nach seiner Freilassung von Robben Island von der Bevölkerung und von Regierungen aus aller Welt eine große Zahl an Geschenken für seine Verdienste im Kampf für Frieden und Demokratie erhalten.

Bei der Entgegennahme hatte er erklärt, dass er diese im Namen aller Südafrikaner entgegennehmen würde. Er äußerte den Wunsch, die Geschenke zur sicheren Verwahrung und Wertschätzung in oder in der Nähe seines Heimatdorfes Qunu ausstellen zu dürfen. Später wurde das Museum auf die drei Orte Umtata, Qunu und Mvezo verteilt.

Die Transkei ist das Armenhaus Afrikas

Die Provinz Eastern Cape, in die die Transkei integriert wurde, ist das Armenhaus Südafrikas. Die ländliche Idylle und die unglaubliche Ursprünglichkeit kann nicht darüber hinwegtäuschen, wie bitterarm die Bevölkerung hier ist. Die Menschen, die zum Stamm der Xhosa gehören, sind aber von einer unglaublichen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft.  Das geht soweit, dass einheimische Fischer Besucher zu ihren besten Fanggründen mitnehmen. Wunderbare Fische und herrliche Langusten sind einem sicher.

Video: Petri Heil

Aber auch ohne die Hilfe Einheimischer ist der Küstenstreifen bei Anglern beliebt. Im Sommer kann man hier riesige Fische fangen. Im Herbst wimmelt es hier von Sardinen, die wiederum Raubfische anlocken. Gewaltige Sanddünen, große Austernbänke und wunderschöne Strände mit sehr warmem Wasser sind beste Voraussetzungen für Familien. Frischer als hier, kann man Meeresfrüchte nicht bekommen. Die Wild Coast ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Hier ein Tipp, wie man sich diese Reisen problemlos leisten kann:

 

Hans-Jürgen Röttger

Mein Name ist Hans-Jürgen Röttger und meine Reisen führten mich schon seit frühester Jugend in alle Welt. Schon als Schüler habe ich Europa erkundet, mit Freunden auf dem Fahrrad, dem Motorrad und kostengünstig mit dem Zelt. In den späteren Jahren war ich beruflich als Geschäftsführer in einem Bereich tätig, der mich sehr viel reisen ließ, vorwiegend innerhalb Europas und dem fernen Osten. 1963 wanderte mein Bruder nach Namibia aus und bewirtschaftet seit nunmehr fünfzig Jahren dort die Gästefarm "Erindi Onganga". Seit Mitte der 70er Jahre reise ich regelmäßig nach Namibia und mache fast immer Abstecher nach Kapstadt, was bei den günstigen Wechselkursen sehr preiswert möglich ist. Aber nicht Pauschalreisen sind es die mich reizen, (habe ich auch schon gemacht) sondern alleine oder mit meinem Bruder im 4x4 das Land zu erkunden. Jede Reise ist anders, und man muss sich immer neuen Herausforderungen stellen. Aber Vorsicht! Das faszinierende Land lässt einen nicht mehr los und man will immer wieder hin.

1 Kommentar

  1. Joel Rodriguez   •  

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