Windhoek, die windige Ecke

Die Spannung steigt, bald geht es los

Nachdem man am Flughafen Windhoek angekommen ist, alle Formalitäten erledigt und hoffentlich alles Gepäck eingesammelt hat, geht es los in die Stadt, die etwa 40 Km entfernt liegt.

Windhoek (Windige Ecke) mit 250.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes, liegt in einem Talkessel, gesäumt von den Eros Bergen im Norden und den Auas Bergen im Süden. Nach Westen erstreckt sich das Khomas Hochland bis zur Namib, der ältesten Wüste der Welt, und der Atlantikküste.

Die Stadt liegt auf einer Meereshöhe von ca. 1.700 Metern und macht auch hohe Temperaturen, nicht zuletzt wegen der geringen Luftfeuchtigkeit, gut erträglich.
Der Einfluss der kolonialen Vergangenheit, ist in vielen Bereichen sichtbar.

Die Haupteinkaufsstraße, die Independence Avenue, hieß noch bis vor ein paar Jahren Kaiserstraße. Zwischen den modernen Hochhäusern ist eine kleine Häuserzeile, ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit, ein beliebtes Fotomotiv.

Independence Avenue Windhoek

Es wird in vielen Bereichen Deutsch gesprochen, obwohl die offizielle Landessprache Englisch und Afrikaans ist. Es gibt eine Vielzahl von deutschen Restaurants, Geschäften und aus Europa importierte Produkte sind zu erschwinglichen Preisen fast überall erhältlich.

Windhoek, die größte Stadt Namibias, hat viel zu bieten

Nach der Ankunft sollte man nicht gleich losfahren und größere Strecken zurücklegen. Vor allem in den Monaten November bis März, wenn es in Deutschland noch sehr kalt sein kann, herrscht in Namibia Hochsommer. Hier können die Temperaturen durchaus 30° C. und mehr betragen. Sich ein wenig zu akklimatisieren ist hier sinnvoll, zumal es eine Fülle von Sehenswürdigkeiten gibt.

In Windhoek gibt es eine Menge guter bis sehr guter Unterkünfte. Die Ausgaben sind auch insofern überschaubar, da es sich höchstens um ein bis zwei Tage handelt, bevor man alle „Formalitäten“ erledigt hat. Auto mieten, „Fressalien“ einkaufen, Straßenkarten und eventuelle Permit für diverse Schutzgebiete besorgen usw.

Gute Vorbereitung ist alles

Ein Top Hotel ist das „Kalahari Sands – Hotel“, mitten in der Stadt. Mir war es immer ein wenig zu unpersönlich, obwohl ich den Besitzer-Clan, die Familie Voigts, persönlich gut kenne. Es gehört auch sicher zu den teureren Hotels in Windhoek. Ein sehr gutes und in der mittleren Preisklasse liegendes Hotel ist der „Thuringer Hof“, in dem ich mich immer sehr wohl gefühlt habe.

Einzigartig ist Das Hotel „Heinitzburg“, ein restauriertes Schloss mit einer beeindruckenden Architektur, auf einem der umliegenden Berge von Windhoek gelegen. Hier kostet eine Übernachtung rund 150 Euro, die aber jeden Cent wert sind. In Europa müsste man für eine solche Unterkunft das Vielfache bezahlen.

Der Ausblick auf Windhoek sowohl bei Tag, als auch bei Nacht, ist fantastisch. In den Zimmern fehlt es an nichts, blendender Service, hervorragende Küche. Alles Genüsse, auf die man die nächsten Tage im 4×4 wird verzichten müssen.

Das Reiterdenkmal oder der „Südwester Reiter“, stand seit 1912 nahe der alten Feste auf einem Sockel in 9 Metern Höhe. Auch wenn es als Sinnbild der deutschen Kolonialzeit betrachtet wurde, hat sich erstaunlicherweise die schwarze Bevölkerung dagegen gewehrt, dass das Reiterstandbild abgebaut werden sollte. Nicht zuletzt der Proteste wegen, wurde bei einer „Nacht- und Nebelaktion“ das Denkmal in der Nacht zum 25. Dezember 2013 mit einem Kran abgebaut, nachdem das Gelände großflächig abgesperrt wurde. Die übergroßen Granitsteine, die den Sockel bildeten, wurden zerschlagen und abtransportiert. Die Bronzefigur, mit ein paar Streben gehalten, stand fast versteckt mehrere Hundert Meter neben der alten Feste.

Reiterdenkmal Windhoek neu

Inzwischen soll durch Spenden und Eigeninitiative das Standbild mit Sockel neu aufgebaut worden sein.

Ein paar Highlights in der engeren Umgebung

Besonders sehenswert sind der “Tintenpalast”, Namibias Parlamentsgebäude, die „Christuskirche“ der lutherischen Gemeinde aus dem Jahre 1896, das „Reiterdenkmal“ aus dem Jahre 1912, die “Alte Feste”, Hauptquartier der Schutztruppe und heute namibisches Nationalmuseum.

Neben der Independence Avenue ist die „Post Street Mall“ eine beliebte Einkaufsstraße.

Eine bunte Mischung von Geschäften, Cafés und Straßenhändlern lassen die Stadt pulsieren. Bei den bunt gekleideten Straßenhändlern haben Sie die Möglichkeit die ersten Souvenirs Ihrer Namibia Reise zu erstehen – wunderschönes Kunsthandwerk und filigrane Schnitzereien.
Die Hölzer mit den schönen Maserungen sind bestens verarbeitet und auch ein schönes Mitbringsel.

Zwischen den Anbietern diverser Souvenirs findet man Kaffees und Restaurants wo man wunderbar draußen sitzen kann.

Das bunte Treiben, das Sprachengewirr, Herero-Frauen in ihrer bunten Trachten, das Geruchsgemisch von Kaffee bis zu diversen Gewürzen machen einem in besonderem Maße bewusst, dass man in Afrika in Urlaub ist.

Jetzt den Abend bei einem guten Essen und einer guten Flache Wein ausklingen lassen und man ist bestens für die Allradtour gewappnet.

Hans-Jürgen Röttger

Mein Name ist Hans-Jürgen Röttger und meine Reisen führten mich schon seit frühester Jugend in alle Welt. Schon als Schüler habe ich Europa erkundet, mit Freunden auf dem Fahrrad, dem Motorrad und kostengünstig mit dem Zelt. In den späteren Jahren war ich beruflich als Geschäftsführer in einem Bereich tätig, der mich sehr viel reisen ließ, vorwiegend innerhalb Europas und dem fernen Osten. 1963 wanderte mein Bruder nach Namibia aus und bewirtschaftet seit nunmehr fünfzig Jahren dort die Gästefarm "Erindi Onganga". Seit Mitte der 70er Jahre reise ich regelmäßig nach Namibia und mache fast immer Abstecher nach Kapstadt, was bei den günstigen Wechselkursen sehr preiswert möglich ist. Aber nicht Pauschalreisen sind es die mich reizen, (habe ich auch schon gemacht) sondern alleine oder mit meinem Bruder im 4x4 das Land zu erkunden. Jede Reise ist anders, und man muss sich immer neuen Herausforderungen stellen. Aber Vorsicht! Das faszinierende Land lässt einen nicht mehr los und man will immer wieder hin.

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