Der Tafelberg in Kapstadt, absoluten Highlight.

Kapstadt sehen und sterben? Sehen OK, aber sterben? Fliegen Sie hin:

Kapstadt ist so voller Highlights, dass man sich schon ein wenig orientieren muss, um einigermaßen das Gleichgewicht zwischen Freizeit und Besuchsprogramm hinzubekommen.
Hier habe ich von den vielen Angeboten ein paar wenige Reiseziele beschrieben, die sich anzusehen auf jeden Fall lohnen und mir besonders gefallen haben. Den ganzen Text hier lesen …


Kapstadt, die schönste Stadt der Welt?

Wenn man schon ganz im Süden Namibias ist, wir kamen ja von Sossusvlei, kann man sich überlegen, ob man über die B1 weiter über den Orange, den Grenzfluss zwischen Namibia und Südafrika, nach Kapstadt fährt. Diese sehr schöne, aber auch anstrengende Fahrt habe ich vor ein paar Jahren „Not gedrungen“ einmal gemacht.

Mein Bruder musste in Kapstadt am Herzen operiert werden und durfte nicht fliegen. Weniger schön war, dass wir in knapp zwei Tagen diese traumhaft schöne Strecke zurücklegen mussten, deswegen auch anstrengend. Von dieser Fahrt berichte ich aber ein anderes Mal im Detail.

Von Windhoek aus nach Kapstadt zu fliegen, ist ein „Katzensprung“. In knapp zwei Stunden ist man in Kapstadt. Die Flugkosten sind je nach Jahreszeit etwas unterschiedlich, halten sich aber bei Hin- und Rückflug mit ca. 200 Euro durchaus im Rahmen.

Kapstadt ein Traum, den man sich verwirklichen sollte.

Wirklich schöne Städte sind selten im südlichen Afrika. Kapstadt, das viele als die schönste Stadt der Welt bezeichnen, ist eine Ausnahme. Wo gibt es eine Großstadt, die sich über 2.500 Quadratkilometer ausdehnt und rund 3,7 Mio. Einwohner hat, in der man sich nicht verlaufen kann? Man hat immer Anhaltspunkte in Sichtweite, die die Orientierung garantieren.

Die Waterfront im Süden, den „Tafelberg“ im Norden. Nach Westen den dunkelblauen „Atlantik“ und nach Osten den türkisfarbenen „Indischen Ozean“.

Sie haben sicher bemerkt, ich bin voreingenommen. Ich liebe Kapstadt und fliege fast immer hin, wenn ich in Namibia bin.

Die wunderschönen viktorianischen Häuser neben modernen Hochhäusern, Kapstadt ist eine kosmopolitische Stadt und die einzige in Schwarzafrika, in der Weiße, Mischlinge (Coloureds) und Asiaten fast 90 Prozent der Bevölkerung ausmachen.
Kapstadt ist eine faszinierende Stadt, die einen nicht los lässt.
Bild: Tabel Mountain 870×450

Der Tafelberg, monumentaler Aussichtspunkt

Der Tafelberg überragt in seiner ganzen Schönheit alles. Die Einheimischen sagen, dass manchmal eine „Tischdecke“ den Tafelberg bedeckt. Fallwinde lassen den Nebel wie einen Wasserfall dicht an der Felswand „herabfließen“. Schön anzusehen. Wenn man allerdings in dieser Zeit gerade auf dem Tafelberg ist, sieht man nicht die Hand vor Augen.
Man muss sich allerdings vor der Sonne in Acht nehmen. Die Höhe des Berges einerseits und die Reflektion des Wassers andererseits tragen dazu bei, dass man sich einen massiven Sonnenbrand holen kann. Der stete Wind suggeriert eine Kühle, die nicht gegeben ist. Ohne Schultertuch für die Damen und einen Hut für die Herren geht es nicht. Meine Tochter hat sich einmal die Schultern und die Oberarme so verbrannt, dass wir einen Arzt aufsuchen mussten.

Der Blick vom Tafelberg ist traumhaft schön. Mit seiner Höhe von 1.100 Metern und einer fast senkrechten Wand, ist schon die Fahrt mit der Kabelbahn ein Erlebnis. Während der Fahrt dreht sich die Kabine und man hat einen prima Überblick.

Bild: Waterfront CapeTown 870×450

Waterfront Kapstadt, ehemaliges Armenviertel wird zur Shopingmeile

Die Waterfront ist das alte Hafenviertel, das bereits 1870 rund um das historische Becken des Hafens von Kapstadt erbaut wurde. Die etwas „schmuddelige“ Hafengegend wurde ca. 1990 völlig umgestaltet, wobei viele Unterkünfte, die sich die schwarze Bevölkerung noch leisten konnte, verschwanden. Das hat auch durchaus für Unruhen gesorgt.

In kurzer Zeit wurden alte Gebäude restauriert und neue gebaut. Es entstanden ein Einkaufszentrum, kleine Museen und Raritätenläden, eine Brauerei und zahlreiche gastronomische Einrichtungen. Hinzu kamen angepasste Hotels, exklusive Appartement- und Bürohäuser sowie große Parkplätze und ein Yachthafen. Hier entstand ein Touristikcenter, das sehr hoch frequentiert wird.

Signal Hill bietet grandiosen Rundblick auf Kapstadt

Von Kapstadt aus ist der Signal-Hill sehr gut mit dem Auto über ein paar Serpentinen zu erreichen. Besonders gegen Abend, wenn die Stadt hell erleuchtet ist, bietet sich ein grandioser Rundblick auf die Stadt und das Meer. Signal-Hill ist zwar nur ca. 400 Meter hoch aber neben dem Lions Head und dem Devil’s Peak gehört er zum Massiv des Tafelberges im Table Mountain National Park. Er ist von Kapstadt nahezu umgeben. Nördlich befindet sich der Stadtteil Sea Point, östlich die Innenstadt, südlich Camp’s Bay und die Zwölf Apostel.

Bild: Pinguine_SimonsTown 870×450

Simon’s Town,

Simon’s Town ist eine kleine Stadt in der False Bay östlich von Kapstadt. Hier wurde schon vor mehr als 2oo Jahren ein idealer Marinestützpunkt errichtet. Südlich von Simon’s Town liegt der beliebte Strand „Boulders Beach“, nach den gewaltigen Granitfelsen, die über den Strand verteilt liegen, benannt.
Hier gibt es eine große Kolonie von Brillenpinguinen. Zum Ärger einiger Bewohner haben sie sich nicht nur am Strand breit gemacht, sondern lieben es auch, in den Vorgärten der schönen alten Häuser zu brüten. Die Pinguine haben im Laufe der Zeit ihre Scheu nahezu verloren und können sehr lästig sein, abgesehen davon, dass sie alles voll koten. Gleich hinter dem Miller’s Point beginnt das Naturreservat des Kaps mit Heide, Proteen und Nadelgewächsen. Die Protea, hat eine sehr große und schöne Blüte, die es auch in Deutschland, vor allem um die Weihnachtszeit, zu kaufen gibt. Die Protea lässt sich prima trocknen und hält sich auch als frische Blume außerordentlich lange.

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Bild: cape_of_good_hope 870×450

Cape Point, der Schiffsfriedhof Südafrikas

Von Simon’s Town geht es weiter auf der 52 Km langen Landzunge zum Cape Point und zum Kap der Guten Hoffnung. Das Kap der guten Hoffnung besuchen alle, obwohl das gar nicht der südlichste Punkt ist. Hier gibt es aber eine Infrastruktur und wundervolle Aussichtspunkte. Am Cape Point, ein paar Kilometer weiter, ist die magische Schnittstelle zweier Weltmeere. Der kalte Benguela-Strom, der mich schon in Swakopmund, in Namibia, frösteln ließ, trifft hier auf den warmen Indischen Ozean. Cape Point ist wesentlich spektakulärer, als das Kap der guten Hoffnung. Cape point liegt nur wenig weiter, und ist völlig Naturbelassen. Außer einem Hinweisschild ist hier nichts zu sehen. Das Gefährliche für die Schifffahrt sind der stürmische Wind und die Felsen, die hunderte von Metern in das Meer hinausragen und zum Teil nur wenige Meter aus dem Wasser ragen und von Schiffen kaum zu sehen sind. Hunderte gesunkener Schiffe bezeugen die Gefährlichkeit.

Bild: ChapmansPeak 870×450

Spektakuläre Serpentinen mit whale watching

Eine der spektakulärsten Küstenstraßen des Landes ist der Chapman’s Peak Drive. Er schlängelt sich auf einer Länge von zehn Kilometern immer zwischen Meer und steilen Felswänden durch 114 Kurven zu einem Aussichtspunkt in 160 Metern Höhe.
Der Bau dieser Straße galt als undurchführbar, bis es deutschen Ingenieuren 1915 gelang, das Projekt zu verwirklichen. Immer wieder kam es zu schweren Unfällen, weil große Felsbrocken von der Steilwand auf die Straße fielen und Fahrzeuge mit in die Tiefe rissen. Heute sind die Hänge weitestgehend durch Netze gegen das herabfallende Geröll gesichert. Mit etwas Glück kann man von den Aussichtspunkten aus Wale sehen, die sich hier an dem Küstenstreifen gerne treffen.

Südafrikas Provinz Westkap, Zentrum guter Weine

Südafrika ist bekannt für seine wunderbaren Weine. Der Weinbau ist in Südafrika ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der Weinbau wird seit 300 Jahren betrieben, als Jan van Riebeek auf seiner Reise bemerkte, welch ideales Klima für den Weinbau herrschte. Als er beschloss, Rebstöcke von Europa einzuführen. Eine der heute bekanntesten Sorten ist der Pinotage.
Das Hauptanbaugebiet befindet sich in der Provinz Westkap. Eigentlich wäre es dort viel zu warm für den Weinanbau, die kühle Meeresströmung des Benguela sorgt aber für deutliche Abkühlung.

Bild: Weinland Südafrika 870×450

Auf der Fahrt zu den schönsten Weinanbaugebieten lohnt sich ein Stopp in Hout Bay. In den 1980er Jahren wurde Hout Bay aufgrund seiner Lage als Urlaubs- und Touristenziel entdeckt, weshalb der Anteil von nicht-südafrikanischen Einwohnern relativ hoch ist. Die
wachsende Beliebtheit des Ortes führte zu stark steigenden Immobilienpreisen. Hier haben die Reichen und die Superreichen ihre Häuser.
Direkt auf der „Rückseite“ des Tafelbergs führt die „Weinstraße“ zu wunderschönen Weingütern. Hier nahm der Südafrikanische Weinbau seinen Anfang. Hier, in Groot Constantia, liegt auch das älteste Weingut des Landes mit traditionsreichen Häusern im Kap-holländischen Stil. Die Weine sind in aller Welt bekannt und beliebt.



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Namibia Reisen: Lüderitz

Eine Stadt auf Granitfelsen gebaut

Von Kolmanskop sind es nur noch wenige Kilometer auf der B4 nach Lüderitz. Schon von weitem kann man das Sturm gepeitschte Meer bewundern. Ich bin gespannt, was uns in dem nächste Ort den wir besuchen erwartet, waren die Diamanten doch eine Quelle der ständigen Kriege und Gewalttaten der Menschheit, die so oft ja auch nur aus Gier geführt werden. Den ganzen Text hier lesen …